KAB wirbt für "Fairkleidung"

Penzberg - Mit der Aktion "Fairkleidung" will die KAB die Menschen sensibisieren. Die Penzberger Ortsgruppe machte am Donnerstagabend auf Missstände aufmerksam.

Es ist staubig, stickig und heiß. Zwei Mal am Tag dürfen die Näherinnen auf die Toilette gehen. Essenspausen oder gar einen Tag Urlaub gibt es nicht. Bis zu 16 Stunden täglich wird gearbeitet – für weniger als 20 Euro im Monat. So sieht er der Arbeitsalltag einer Näherin in China, Korea, Indien oder Indonesien aus. Um darüber zu informieren, hatte die Penzberger Ortsgruppe der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, kurz KAB, in das Penzberger Pfarrzentrum eingeladen.

Mit der Aktion „Fairkleidung“ wolle man „die Menschen sensibilisieren. Oft verdienen die Markennamen, und die Arbeiter leiden unter der schlechten Bezahlung“, sagte die Vorsitzende Cornelia Kriegbaum. An einer Markenjeans für 100 Euro verdiene eine Näherin maximal einen Euro, so Kriegbaum weiter. Nach einer kurzen Einführung mit einen Kurzfilm hatten die rund 30 Besucher die Gelegenheit, in Kleingruppen über die Themen „Saubere Kleidung“, „Mode nach meinem Geschmack“, und „Preiswerte Mode – moderate Löhne“ zu diskutieren. „Die Leute werden ausgenutzt und ausgebeutet“, sagte Pfarrer Josef Kirchensteiner in der Diskussion. Um die Arbeitsbedingungen in diesen Ländern zu verbessern, benötige man die Hilfe der Verbraucher.

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