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Stare fliegen wegen der Kälte spontan nach Süden oder Suchen Nahrung in Vogelhäuschen. 

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Zählen in der „Die Stunde der Wintervögel“

Landkreis – Ab Freitag ruft der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit dem Naturschutzbund (NABU) zum zwölften Mal zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Die Naturschützer sind gespannt, ob sich bestätigt, dass sich weniger Singvögel in Bayerns Gärten tummeln.

Indem Naturfreunde zwischen Freitag und Sonntag, 6. und 8. Januar, eine Stunde lang die Vögel vor ihrem Fenster zählen und dem LBV melden, tragen sie wichtige Daten zur Verbreitung der häufigen heimischen Vogelarten zusammen. „Jetzt, da der Winter Ernst macht und die Vögel weniger Futter in der freien Natur finden, müssten sie eigentlich zurück in die Gärten kommen“, so Hans-Jochen Fünfstück, Vorsitzender der LBV-Regionalgruppe Garmisch-Partenkirchen/Weilheim-Schongau. „Gerade wer mehrere unterschiedliche Futterstellen anbietet, könnte nun plötzlich viel mehr gefiederten Besuch bekommen.“

Auf den Kälteeinbruch reagieren die Vögel unterschiedlich. Bekannte Zugvögel, die normalerweise im Mittelmeerraum überwintern, sich bisher aber den Flug in den Süden gespart hatten, müssen jetzt kurzfristig ausweichen. „Viele Stare, aber auch Hausrotschwanz und Zilpzalp hat es im wahrsten Sinne des Wortes ,kalt erwischt’“, so Fünfstück. Diese Vogelarten fliegen nun entweder spontan Richtung Süden oder können vermehrt bei der Nahrungssuche im Garten beobachtet werden. „Eine aussagekräftige Antwort, ob es momentan mehr Daheimbleiber in Bayern gibt, kann aber nur durch die Mithilfe möglichst vieler Teilnehmer geklärt werden“, so Fünfstück weiter. Gezählt wird so: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist.

Um die Zahlen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre abgleichen zu können, hofft der LBV, die Rekordbeteiligung aus dem Vorjahr übertreffen zu können. So beteiligten sich im Januar 2016 allein im Landkreis Weilheim-Schongau knapp 500 Menschen und meldeten fast 13 000 Vögel in über 340 Gärten. Die Kohlmeise ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel, der Haussperling kam auf Rang zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Feldsperling, Erlenzeisig und Blaumeise.  

Die Beobachtungen

können im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de bis Montag, 16. Januar, gemeldet werden. Auch per Post (Einsendeschluss ist der 16. Januar) und Telefon (kostenlose Rufnummer am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800/1157115) ist die Meldung möglich.

td

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