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Reiter und Gespanne zogen, wie es seit jeher Brauch ist, dreimal um die Kirche in Bauerbach. Pater Edwin spendete den Vorbeireitenden und -fahrenden den Segen.

Segen für die Pferde

Leonhardisegen für die Reiter in Bauerbach

Dreimal um die Kirche, wie es der Brauch ist, zogen die 38 Reiter und vier Gespanne beim traditionellen Leonhardi-Ritt in Bauerbach, zu dem am gestrigen 6. November, dem Patroziniumstag der Dorfkirche, 44 Pferde und Reiter nach Bauerbach gekommen waren.

Bauerbach – Die Kirche von Bauerbach ist 1548 erbaut und hat sich zu einem Wallfahrtsort für die umliegenden Dörfer entwickelt. Zahlreiche Votivtafeln erinnern an die Erlebnisse der Bauern, in denen sie die Hilfe des Heiligen Leonhard erbaten, der im 6. Jahrhundert das Kloster Noblat bei Limoges gründete.

Sein Einsatz für Unterdrückte führte zur Heiligsprechung. Als Schutzpatron des Viehs wird er in Bayern auch als „Bauernherrgott“ bezeichnet. Nach dem Gottesdienst und Umritt mit Pferdesegnung wird an dem in ländlichen Gegenden hohen Festtag auch in Bauerbach weltlich weitergefeiert.

Lesen Sie auch108 Pferde bei Forster Leonhardiritt

Im Gasthof Steidl gegenüber der Kirche, wo die Haunshofer Musikkapelle aufspielte, war schon zum Frühschoppen kein Platz mehr frei. Beim Festgottesdienst, den Pater Edwin zelebrierte, war die Kirche fast voll besetzt. Den Anlass nutzte Kirchenpfleger Otto Schwarzer, um seinem Vorgänger Richard Huber sen. das Goldene Kreuz zu überreichen, das als höchste Auszeichung von der Diözese Augsburg verliehen wird.

Große Ehre: Richard Huber sen. (Mitte) wurde mit dem Goldenen Kreuz ausgezeichnet.

Huber war 30 Jahre lang in der Verwaltung der Kirchenstiftung St. Leonhard in Bauerbach tätig, davon 24 Jahre als Kirchenpfleger. In seine Amtszeit fielen die Restaurierung der Orgel, bei der die vorderen Blechpfeifen durch Pfeifen aus Zinn ersetzt wurden, um den Originalzustand wieder herzustellen.

Dank für verdienten Kirchenpfleger

Zur Finanzierung hatten der Erlös aus einem Adventsmarkt und die Spenden zahlreicher Bürger beigetragen. Außerdem wurde die Kirchenmauer saniert, ein behindertengerechter Zugang zur Kirche gebaut, die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt und die Holzwürmer bekämpft.

Der Kirchenpfleger war zudem für die Betreuung des Waldes auf dem vier Hektar großen Stiftungsgrund zuständig. Huber betonte, dass er die Leistungen für die Kirche, für die er geehrt wurde, nicht allein erbracht habe. Dank gebührte allen, die mitgearbeitet haben.

Er nannte unter anderem Hermann Steidl sen., der die Mäharbeiten am Friedhof machte, Karin von Seidlein, die das Adventssingen finanziell unterstützte, und den Kirchenmaler Ludwig Strehle, der der Kirchenstiftung eine Krippe schenkte, die jedes Jahr aufgestellt wird. VON ALFRED SCHUBERT

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