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Gemeinsame Lesung in Peißenberg: Schauspielerin Michaela May (l.) und Autorin Nicola Förg.

Lesung in der Tiefstollenhalle Peißenberg

Michaela May und Nicola Förg, ein eingespieltes Team

Schauspielerin Michaela May stellte in Peißenberg zusammen mit Autorin Nicola Förg deren neuen Krimi vor. Die beiden präsentierten sich als eingespieltes Team.  

Peißenberg Quasi ein Heimspiel war Nicola Förgs Lesung aus ihrem neuen Krimi „Rabenschwarze Beute“ in der gut besuchten Peißenberger Tiefstollenhalle. Schließlich hatte sie hier schon mehrfach aus einem ihrer inzwischen 20 Bücher vorgelesen – aber, so Förg, „jetzt hab’ ich’s endlich mal in den großen Saal geschafft“. Dass sie dies der Anwesenheit der Schauspielerin Michaela May zuschrieb, die hauptsächlich aus Förgs neuen Werk vorlas, war charmant, aber sicher nicht die ganze Wahrheit. 

Denn die Krimiautorin ist nicht nur bekannt in Peißenberg, sondern hat es mit ihrem neuen Krimi immerhin bis auf Rang 5 der „Spiegel“-Bestsellerliste geschafft. Förg und May, die in Sachen „Hörbücher“ schon sehr lange zusammenarbeiten, präsentierten sich als eingespieltes Team, das sich sicher den Erzähl-Ball zuwarf.

Auch im neuem Buch geht weder sprachlich noch vom Inhalt her zimperlich zu. Es wird gekotzt, gerotzt und gemotzt, und, wie immer bei Förg, liegt auch diesem Werk ein Stück Realkritik zugrunde. May und Förg teilen sich die „Auftritte“ von Helden und Nebenfiguren in Hochdeutsch, Bayerisch, Schweizerdeutsch und Wienerisch nach Neigung und Befähigung auf. 

Kommissarin Irmi Mangold und ihre jungen Kollegin Kathi Reindl ermitteln diesmal im Raum Murnau/Garmisch. Es geht zunächst um „eine Frau, der man in der Silvesternacht den Mann vom Balkon geschossen hat“ (Förg), doch dann wird die Geschichte vielschichtig. Dadurch, dass May immer nur kurze Passagen las und Förg den Erzählfaden locker weiterspann und neue Personen vorstellte, gelang eine sehr kurzweilige Lesung.   

Emanuel Gronau

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