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Spaß muss sein: Dr. Noisser zeigte seinen Mitarbeitern, wie sich ein werdender Papa für den OP gekleidet hatte.

die letzten tage des krankenhauses peißenberg

Späßchen im OP

Peißenberg – Seit Montag ist das Krankenhaus zu. Viele Leser haben ihre ganz persönliche Geschichte zum Haus erzählt. Heute berichtet Ulrike Schmid.

„Wir hatten trotz viel Arbeit immer Zeit für das eine oder andere Späßchen. Unsere Patienten fanden es meist sehr amüsant“, so Ulrike Schmid  über das  Bild, das mit „Fasching im OP“ betitelt ist.

„Ich habe zehn Jahre im OP des Krankenhauses Peißenberg gearbeitet, fünf davon als leitende OP-Schwester. Und ich hätte da eine kleine Geschichte zum Schmunzeln: Bei einem geplanten Kaiserschnitt durften bei uns die werdenden Väter mit in den OP – natürlich nur in ordnungsgemäßer OP-Kleidung. Als es wieder einmal soweit war, wurde der werdende Vater über dieses Ritual informiert, das heißt: OP-Hose und OP-Hemd anziehen und das Hemd vorschriftsmäßig in die Hose stecken. Als der werdende Vater aus der Umkleidekabine kam, mussten wir alle lachen. Der Mann hatte die Hose angezogen und kam mit nacktem Oberkörper aus der Umkleide, aber das OP-Hemd hatte er zusammengefaltet in die Hose gesteckt. Dr. Noisser hatte dem Rest der Mannschaft, der an diesem Tag keinen Dienst hatte, dieses Erlebnis bildlich dargestellt. Wir haben noch lange darüber gelacht, und das tue ich heute noch, wenn ich einem Schüler erkläre, der neu in den OP kommt: ,Und das Hemd stecken Sie in die Hose!‘

Nach der Schließung des OPs in Peißenberg wurde ich damals nach Schongau ins Krankenhaus versetzt. Seit einem Jahr war ich wieder in Peißenberg, auf der Intensivstation. Nun mache ich dort meine zweite Schließung mit. Leider!

Die Zeit in diesem Haus war eine unwahrscheinlich schöne und sehr familiäre. Egal, ob dort Dr. Knabe, Frau Dr. Anzenberger, Dr. Wunderer oder Dr. Fischer operierte, es stand immer der Patient im Fokus und nicht das liebe Geld oder die Liegezeit. Es tut mir unheimlich leid, dass dieses Haus für immer geschlossen wird.

Ich kann hier nur die Abschiedsworte von Dr. Holm zitieren: Aus is und gar is, und schad is, dass wahr ist!“

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