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Gemütliche Runde: Karl-Heinz Grehl spricht beim Neujahrsempfang von „Aufwind“. 

Von der Lokalpolitik und dem 40-Stunden-Ehrenamt

Von der Lokalpolitik und dem 40-Stunden-Ehrenamt

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Hohenpeißenberg - 16 Interessierte kamen zum Neujahrsempfang von „Aufwind“. Gesprochen wurde über Lokalpolitik und das 40-Stunden-Ehrenamt.

Lokalpolitiker zu sein, ist nicht immer leicht. Das wurde beim Neujahrsempfang der Wählergruppierung „Aufwind“ in Hohenpeißenberg deutlich. Vor insgesamt 16 Anwesenden sprachen die Vorsitzende Gabriela Seitz-Hoffmann sowie der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl (Grüne) unter anderem über ihre Erfahrungen in den Gremien – und über die Themen, die Gemeinde und Kreis bewegen.

Seitz-Hoffmann berichtete aus dem Gemeinderat. Da stehe heuer die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im Mittelpunkt. 2015 habe es zudem „eine wichtige Entscheidung gegeben: Beim Schächengelände geht es jetzt los“, sagte sie erfreut. Die Lokalpolitiker seien bemüht gewesen, die Hohenpeißenberger bei dem Thema mit ins Boot zu holen: Es gab eine Bürgerversammlung, die Pläne wurden ausgelegt. Einwände habe niemand geäußert. Und trotzdem kam ihr nun zu Ohren, dass die „Pläne ganz fürchterlich“ seien – und die Bürger nicht beteiligt worden seien. Dass die Gemeinderatsarbeit von manch einem so wahrgenommen wird, enttäuschte Seitz-Hoffmann sichtlich.

Auch Grehl bedauerte, dass das Ansehen von Politikern nicht besonders hoch sei. „Ich finde das unfair“, sagte er, weil die Lokalpolitiker „viel Zeit aufwenden und nichts dafür kriegen“. Verärgert zeigte er sich zudem über Wessobrunns Bürgermeister Helmut Dinter, der in einem Interview mit der Heimatzeitung das Landratsamt kritisiert hatte. „Ich kann es nicht ausstehen, wenn jemand die Verwaltung pauschal angeht“, sagte Grehl. „Man sollte sich dann schon an die Chefin wenden“, also an Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Inhaltlich drehte sich beim Empfang viel um das Thema „Asyl“. Derzeit leben 40 Asylbewerber im Ort – die meisten stammen aus Pakistan, Afghanistan und Syrien (jeweils zehn). Monika Bitzl vom Helferkreis lobte die „tolle Zusammenarbeit“ mit Landratsamt und Bürgermeister Thomas Dorsch. Sie warnte davor, zu viele Koordinatoren an verschiedenen Stellen im Landkreis einzusetzen. „Bitte passen sie auf, dass das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird!“, sagte sie zu Grehl – nämlich vor Ort. Laut Bitzls Aussage ist die Arbeit im Helferkreis derzeit „ein 40-Stunden-Ehrenamt“ für sie.

Seitz-Hoffmann schlug vor, einen Antrag im Gemeinderat einzubringen, um zum Beispiel eine Aufwandsentschädigung für die Helfer möglich zu machen. Außerdem informierte sie darüber, dass eine Klausur geplant sei, in denen sich „Aufwind“ darüber austauscht, welche Themen heuer angepackt werden sollen. Von Grehl gab’s für die seit elf Jahren bestehende Gruppierung ein Lob: „Ich bin fasziniert von der Wählergruppe, die sich in Hohenpeißenberg etabliert hat.“  

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