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Arbeiten an der Startbahn: Die LSV-Mitglieder erneuerten in viel Eigenleistung den Belag. „Es war eine reine Sanierung“, betont Vereinschef Martin Pape – von einer Vergrößerung könne keine Rede sein. 

Luftsportverein Weilheim-Peißenberg

Paterzell wird „Sonderlandeplatz“

Paterzell - Der Luftsportverein muss sein Gelände wegen der Motorsegler rechtlich umwandeln. Der Flugplatz wird ein "Sonderlandeplatz".

 Der Luftsportverein Weilheim-Peißenberg (LSV) stellt seinen Flugplatz in Paterzell auf neue Beine – sowohl baulich als formaljuristisch. Aus dem Segelfluggelände soll ein „Sonderlandeplatz“ werden. Die jüngsten Aktivitäten auf dem Areal sowie der notwendige Antrag sorgten durchaus für Fragen. Präsident Martin Pape stand unter anderem jetzt im Wessobrunner Gemeinderat Rede und Antwort (siehe Kasten).

Die Flieger haben ein Problem: Der Flugbetrieb, wie er schon seit 45 Jahren in Paterzell besteht, muss rechtlich auf einen neuen Stand gebracht werden. Pape nennt es „eine Anpassung“. Kurz gesagt, braucht es einen anderen Status, um überhaupt die Genehmigung zu bekommen. Bislang läuft man unter „Segelfluggelände“, aber das passt dem Gesetzgeber angesichts der beiden Motorsegler des Vereins nicht. Also muss ein „Sonderlandeplatz“ her, um deren Starts und Landungen zu gestatten. Deshalb stellte der Verein Ende September bei der Regierung von Oberbayern den Antrag auf Umwandlung des Areals.

Eigentlich alles nur ein Frage der Definition. Aber Pape möchte auch mögliche Irritationen in der Bevölkerung aus dem Weg räumen. Denn im Vorfeld gab es bauliche Änderungen in Paterzell. Der Tower habe versetzt werden müssen, um den geforderten Abstand zum Flugbetrieb zu haben. Vor allem jedoch wurde im Oktober und November in viel Eigenleistung an der Startbahn gebaut. Pape beruhigt: „Dort wurde nur der Belag erneuert. Es war eine reine Sanierung.“ Diese habe es nach den vielen Jahren gebraucht. An den circa 470 Metern Bahnlänge ändert sich nichts, betont der Präsident. „Wir wollen keine Veränderung am Platz.“ Das heißt: Eine Ausweitung des Flugbetriebs sei nicht vorgesehen. Genauso so schrieb es die Vereinsführung in ihrem Antrag an die Regierung. An den maximal 2800 Starts der Motorsegler im Jahr werde nicht gerüttelt, bekräftigt Pape gegenüber der Heimatzeitung. Der Sonderlandeplatz erhalte zudem einen extra Status: Flugzeuge, die nicht in Paterzell stationiert sind, brauchen für eine Landung eine Genehmigung des Vereins. Diese Regelung will man restriktiv handhaben und nur in Ausnahmefällen lockern. Reine Segelflieger-Starts mit der Winde werden jedoch weiterhin uneingeschränkt möglich sein. „Damit soll die faktische Nutzung des Fluggeländes und der Charakter eines Segelfluggeländes erhalten bleiben“, versprach der Verein der Regierung. Überhaupt gehe man mit der Natur sorgsam um, sagt Pape. Der Verein hat einen Naturschutzwart, die Flächen werden gepflegt.

Andreas Baar

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