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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert in Wessobrunn hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert hatten viel Spaß.
Bushäusl-Konzert in Wessobrunn
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Die Zuhörer beim Bushäusl-Konzert in Wessobrunn hatten mächtig viel Spaß.

300 Zuhörer gut drauf

Mächtig viel Spaß beim Bushäusl-Konzert

Wessobrunn - "Die Leute hier sind super drauf": Mathias Kellner hat mächtig Spaß an seinem Bushäusl-Konzert in Wessobrunn – und die rund 300 Zuhörer ebenso.

Der linke Fuß wippt auf und ab, der Blick geht rauf zur Bühne und dann durch die Zuschauermenge. Helmut Kees lächelt und schaut wieder zu Mathias Kellner, der „Hädidadiwari“ – auf Hochdeutsch „Hätte ich, täte ich, wäre ich“ – in sein Mikrofon singt. Ja, am Montagabend war es soweit. Da kam der niederbayerische Musiker nach Wessobrunn – für ein „Bushäusl“-Konzert. Und es war das Verdienst des Ehepaares Kees aus Haid, das das Ganze sichtlich genossen. „Super“, sagte Birgit Kees nach dem Auftritt. „Einwandfrei“, schwärmte ihr Mann.

Die beiden hatten beim Gewinnspiel des „Münchner Merkur“, seiner Heimatzeitungen und von „alpinrecords“ mitgemacht – und mit ihrem Vorschlag, dem Wessobrunner Wartehäuschen, gewonnen. Nicht nur für sich. Und nicht nur für Kellner, der das grüne Exemplar mit den bunten Blumen „super“ fand. Sondern auch für 300 andere, die zur Haltestelle am Abzweig nach Haid gekommen waren.

Die hatte Kellner mit seiner lockeren, sympathischen Art schnell in seinem Bann. Nicht nur die Füße von Birgit und Helmut Kees hielten kaum eine Sekunde still. Auch die anderen Besucher wippten mit, wenn Kellner seine Geschichten sang. Dazwischen erzählte er im Stile eines Kabarettisten von Freunden, jugendlichen Alkoholerlebnissen, Disco-Bus-Fahrten und ja, sowas gibt’s auch, dem „Mittelelend“. „Wir alle in der westlichen Welt haben das Mittelelend.“ Keine Sorgen um Essen, Unterkunft oder Angst vor Krieg – dafür Ärger mit dem Rücken, dem Kot der Nachbarskatze oder dem schlechten TV-Programm. „Das ist so ein Elend, wo man draufschaut und denkt: ,Ja, wennst’ moanst‘“, sagte Kellner, ehe er wieder zur Gitarre griff und die nächsten Liedzeilen schmetterte: „Eigentlich is ois wunderbar, des woas i a“, sang er und animierte das Publikum einmal mehr dazu, ihm als Chor zur Seite zu stehen. Das fand Gefallen am Niederbayern. Viermal holte es den Musiker für eine Zugabe zurück auf die Bühne.

„Saucool“ fand Kellner das erste „Bushäusl“-Konzert seines Lebens. „Ich habe mich schwer getan, mir das im Vorfeld vorzustellen. Aber die Leute hier sind super drauf. 1A“, schwärmte er. Den zweiten Star des Abends hatte er natürlich nicht vergessen: das Bushäusl. Für dieses und alle anderen seiner Art hat Kellner einst ein Lied geschrieben – schließlich werden dort „wichtige Verträge geschlossen, Räusche ausgeschlafen und andere komische Sachen gemacht“. Als er in Wessobrunn zur „Hommage“ ansetzte, drehte er sich zum grünen Häusl mit den Blumen um: „Heute ist es nur für di, Spotzal“, sagte er. „So wunderschön, wie du bist.“ 

kma

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