Männer sind anders - auch bei der Vorsorge

Weilheim - Wenn Männer sich um ihre eigene Gesundheit so gut kümmern würden wie um ihre Autos, dann wären sie auch besser in Schuss.

Diese zugegebenermaßen provokante These untermauert der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbandes, Dr. Karl Breu, mit Zahlen. „Männer leben im Schnitt fünf Jahre kürzer als Frauen“, stellt er fest. Ein Grund sei sicher, eine „ungesündere Lebensweise“. Demnach essen Männer doppelt so viel Fleisch wie Frauen, nämlich ein Kilo in der Woche; sie trinken doppelt so viel Limonade und sechsmal so viel Bier wie Frauen. Und, so Breu: „Männer sind Vorsorgemuffel.“

Früherkennungsuntersuchungen helfen Breus Worten nach aber, Krankheiten früher nachzuweisen und somit die Chancen für eine Heilung zu erhöhen, schreibt er in einer Pressemitteilung unter dem Motto „Boxenstopp“. Viele dieser „Boxenstopps“ seien eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung und somit, je nach Alter, kostenlos. Er nennt den „Check-up 35“, der insbesondere Aufschluss über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen liefere sowie das Hautkrebs-Screening, Prostata- und Darmuntersuchungen sowie die Darmspiegelung. Laut Breu reicht es aber nicht aus, „brav zum Arzt zu gehen“. Viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, maßvoller Alkoholgenuss und der Verzicht aufs Rauchen seien die Basis für ein gesundes Leben.

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