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Einer war schneller: Markus Brennauer vom TSV Penzberg (Mi.) musste sich in der Altersklasse „M 35“ nur dem Hamburger Mourad Bekakcha (re.) geschlagen geben.

Laufsport

Brennauer knapp an Gold vorbei

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Zu Gold reichte es nicht ganz, doch auch mit Silber bei den deutschen Crosslauf-meisterschaften konnte Markus Brennauer sehr gut leben.

Penzberg/Löningen –Erfolgreicher hätte die Crosslauf-Saison für Markus Brennauer kaum enden können: Nach dem Titel bei den oberbayerischen und dem zweiten Platz bei den bayerischen Titelkämpfen gewann der 37-jährige Athlet des TSV Penzberg bei den deutschen Titelkämpfen in Löningen (Niedersachsen) Silber in der Altersklasse „M 35“. Mit 19:23 Minuten musste er sich auf der 5,84 Kilometer langen Strecke dem Hamburger Mourad Bekakcha nur um drei Sekunden geschlagen geben.

Über dieselbe Distanz musste Brennauers Vereinskamerad Nick Jäger drei Läufern den Vortritt lassen, der 17-jährige Penzberger musste sich mit Rang vier begnügen (19:22). Trotz der verpassten Medaille war Jäger alles andere als enttäuscht über seinen Auftritt. Er gehört dem jüngeren Jahrgang 1999 der Altersklasse „U 20“ an und darf daher im kommenden Jahr einen neuen Versuch starten. Zudem war sein Rückstand auf die Bronzemedaille mit zehn Sekunden relativ deutlich.

Wesentlich knapper war die Entscheidung bei Markus Brennauer, der bis 500 Meter vor dem Ziel noch vor dem späteren Sieger Bekakcha lief. Als es dann leicht bergauf ging, verlor er jedoch einige Meter auf Bekakcha. Da habe er gemerkt, „dass ich absolut am Limit war und ihm nicht mehr folgen konnte“, so der 37-jährige Penzberger. Trotzdem ließ er nicht locker und versuchte noch, die Lücke zu schließen. Doch dieser versuch war vergeblich, der Abstand wurde größer statt kleiner. Auf der Zielgerade ließ es Brennauer locker austrudeln, schließlich musste er etwa 20 Minuten später noch einmal im Mittelstreckenlauf der Männer antreten, gemeinsam mit seinen Vereinskameraden Lucas Herbeck und Tom Jäger. Mit seiner Silbermedaille war Brennauer sehr zufrieden, „schließlich waren alle starken Läufer der Altersklasse M 35 am Start“, so der Penzberger. Im Starterfeld war auch der bayerische Meister, Edwin Singer aus Kempten, gegen den er vor drei Wochen noch im Schlussspurt verloren hatte.

Im anschließenden Rennen der Männer (4,36 Kilometer) belegte Brennauer den 28. Platz (14:43 Minuten), Lucas Herbeck landete auf Rang 33 (14:50). Der von einer Erkältung gehandicapte Tom Jäger lief in 15:28 Minuten als 56. ins Ziel. Bis 600 Meter vor dem Ende lag der 19-jährige Herbeck noch vor Brennauer, doch dann zog sein fast doppelt so alter Vereinskollege an ihm vorbei. „Leider ist mir auf der letzten von drei Runden etwas die Luft ausgegangen, trotzdem bin ich mit meinem Auftritt sehr zufrieden“, so Herbeck. Brennauer hingegen war nicht ganz zufrieden, schließlich war er etwa drei Sekunden pro Kilometer langsamer als noch zuvor bei den Senioren. „Die Pause von knapp 20 Minuten zwischen beiden Rennen war einfach zu kurz“, sagte Brennauer. In der Mannschaftswertung erreichten Jäger, Herbeck und Brennauer Rang neun.

Als Einzelkämpfer war in Löningen Nick Jäger unterwegs. Obwohl er bei der „U 20“ als Vierter eine Medaille knapp verpasste, war er trotzdem sehr zufrieden. „Die anderen waren einfach stärker als ich, ich brauche mir keinen Vorwurf zu machen“, so der 17-jährige Gymnasiast, der nach der Silbermedaille im vergangenen Jahr bei der „U 18“ diesmal in „U 20“ antreten musste. Gold und Bronze gingen in dieser Altersklasse an zwei Läufer des Jahrgangs 1998, die Silbermedaille an Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach/Jahrgang 1999), der Jäger bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften 2016 im Schlussspurt den Titel weggeschnappt hatte. Da der Penzberger ebenfalls 1999 geboren wurde, blickt er bereits jetzt optimistisch auf das nächste Jahr, wenn er dann zum älteren Jahrgang gehört.

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