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Ein Wahrzeichen von Bernried: das „Museum der Phantasie“.

bernried

Mehr Miteinander von Dorf und Museum

Die TU München  entwickelt  ein Konzept für  30.000 Euro, um Das Buchheim-Museum und  Bernried zu verbinden.  Es trägt den Namen „Neue Wege zu Dorf und Kunst“. 

Bernried – „Das ist eine ungemein spannende und schöne Sache“, schwärmt Bürgermeister Josef Steigenberger, wenn er auf das Kooperationsprojekt „Wunderwelt Bernried – Neue Wege zu Dorf und Kunst“ angesprochen wird. Die Begeisterung des Rathauschefs ist verständlich: Das Projekt soll die touristische Infrastruktur aufwerten und das Buchheim-Museum sowie das Klosterdorf enger miteinander vernetzen – sowohl gedanklich als auch räumlich.

Unter dem Motto „Ein Museum landet in der Region“ haben Studenten der TU München laut Steigenberger bereits „erste pfiffige Ideen“ präsentiert. Doch das soll erst der Anfang sein: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den TU-Lehrstuhl für „Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum“ damit beauftragt, ein detailliertes Konzept zur „Wunderwelt Bernried“ zu entwickeln. Hauptziel des Gemeinschaftsprojekts von Kommune und Museum ist es, den Museumspark und die umliegenden Wege in eine „Wunderwelt der Künste“ zu verwandeln. Etwas weniger hochtrabend: Gäste und Touristen, die das Klosterdorf besuchen, sollen ins Museum gelotst werden – und Museumsbesucher, die Bernried nicht unbedingt auf ihrem Tourenplan stehen haben, sollen auf die Sehenswürdigkeiten im Dorf aufmerksam gemacht werden. Was umgesetzt wird, soll nun die Konzeptplanung der TU beantworten. Denkbar wären zum Beispiel interaktive Wege und Auslagerungen von Museums-Exponaten oder Nachbildungen an frequentierten Plätze im Dorf. Wer beispielsweise am Bahnhof aus dem Zug aussteigt, sucht derzeit vergeblich nach einem Bezugspunkt zum Museum. Ganz billig ist das Projekt aber freilich nicht. Die bei der TU in Auftrag gegebene Konzeptentwicklung allein kostet knapp 30 000 Euro. Den Betrag teilen sich Museum und Kommune, wobei sich dank Zuschüssen der gemeindliche Anteil unter 7000 Euro belaufen dürfte. Auch die spätere Umsetzung muss finanziert werden. Die Hoffnungen ruhen dabei auf die EU-„Leader“-Förderung. Steigenberger sieht jedenfalls „gute Chancen“, entsprechende Fördertöpfe anzapfen zu können. Der Rathauschef denkt bei der Antragsstellung über „Leader“ an eine „länderübergreifende Kooperation“, die statt eines üblichen Fördersatzes von 60 Prozent eine Quote von 70 Prozent einbringen könnte. „Es laufen bereits viele Gespräche“, so Steigenberger, der eine österreichische Alpengemeinde ins Visier genommen hat, in der es neben touristischen auch museale Angebote gibt.

Wie diese länderübergreifende Zusammenarbeit – Dr. Achim Regenauer (Bernrieder Liste) bezeichnete sie im Gemeinderat als „etwas weit hergeholt, auch geografisch“ – konkret aussehen soll, ist noch ungewiss: „Da müssen wir erst noch ein Konzept ausknobeln“, so Steigenberger auf Nachfrage.

Bernhard Jepsen

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