Wenn er feuert, dann trifft er meist ins Schwarze: Obwohl Martin Deisenberger nur in überschaubarem Maße trainiert, zählt er zu den besten Luftpistolenschützen im Freistaat. foto: heinrich

Ein Meisterschütze, der lieber Fußball spielt

Wielenbach - Mit der Luftpistole erzielt er ganz außergewöhnliche Leistungen. Dennoch hat für den Wielenbacher Meisterschützen Martin Deisenberger der Fußball Vorrang

Als erstes gönnte sich Martin Deisenberger eine Zigarette. Der 24-Jährige verdrückte sich ganz locker nach draußen und ließ ein staunendes Häuflein entgeisterter Luftpistolenschützen zurück. Der Wielenbacher hatte im Rundenwettkampf gegen Bernried mal so eben 384 Ringe aus dem Ärmel geschüttelt. Damit auch alle sahen, mit welch’ geringem Nervenaufwand er diese Ausbeute erreichte, bat er vier Schüsse vor dem Schluss seiner vierten Serie Georg Hatzelmann zu sich in den Stand. „Wenn ich jetzt noch vier Neuner schieße, habe ich meinen persönlichen Rekord eingestellt“, flüsterte er seinem Teamgefährten zu. Dass es in der Endabrechnung sogar noch zwei mehr wurden, wunderte niemanden so richtig.

Hatzelmann kann sich noch gut daran erinnern, als Deisenberger das erste Mal im Wielenbacher Sportheim erschien und alle verblüffte. Der selbstbewusste Bub brauchte überhaupt keine Anleitung, feuerte einfach los und machte dabei alles instinktiv richtig. In diesem Augenblick spürte Hatzelmann, dass er ein Phänomen vor sich hatte, wie es in diesen Breiten wohl kaum ein zweites gibt. Auch die bayerischen Landestrainer attestierten dem Musterschützen ein außergewöhnliches Talent und stellten ihm für die Zukunft sogar eine Teilnahme bei Olympia in Aussicht. Aber der Umworbene winkte ab. Lieber spielte er Fußball in der Jugend des SV Raisting. Diese Leidenschaft ist geblieben. Mittlerweile trägt er wieder das Trikot seines Heimatvereins SV Wielenbach, wo er es nach Abschluss der Vorrunde auf einen Treffer für den Kreisligisten bringt.

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