Unfahrung Hohenpeißenberg

130 Meter lange Photovoltaik-Anlage abgelehnt

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Hohenpeißenberg -  Eine 130 Meter lange Photovoltaik-Anlage ist abgelehnt. Die Anfrage für den Bau an der künftigen Ortsumfahrung kam beim Gemeinderat nicht gut an.

Wenn ein Bauantrag für eine Photovoltaikanlage vorliegt, sind Gemeinderäte dem Vorhaben oftmals positiv gegenüber eingestellt. Immerhin werden erneuerbare Energien dringend gebraucht. Die Bauvoranfrage, die in Hohenpeißenberg eingereicht wurde, konnte allerdings weder die Verwaltung noch den Gemeinderat überzeugen.

Laut Antrag ist eine 130 Meter lange Photovoltaik-Anlage entlang der neuen Umfahrung geplant gewesen. „Sie soll dem Schallschutz dienen, aber auch der Energiegewinnung“, erläuterte Stefan Fischer vom Bauamt das Anliegen im Gemeinderat – und fügte gleich an: „Wir von Verwaltungsseiten sehen das kritisch.“ Denn die Anlage sollte auf einer Seite sechs, auf der anderen zwei Meter hoch sein. „Ob das zum Schallschutz dient, ist fraglich“, sagte Fischer. Er warnte zudem: „Die Gemeinde müsste einen Bebauungsplan aufstellen, wenn das genehmigt wird.“ Die klare Position der Verwaltung: „Wir befürworten das nicht.“

Bürgermeister Thomas Dorsch störte sich ebenfalls an den Ausmaßen der Anlage, die laut Voranfrage im Westen, und zwar südlich der Klausenstraße, stehen würde. „Sollten mal Segelschiffe auf unserem Badesee fahren, können wir die dort alle unterstellen“, scherzte er. Das Argument, die Anlage für den Schallschutz aufzustellen, ist ihm „nicht ganz schlüssig“.

Auch von den Gemeinderäten äußerte sich niemand positiv über die Voranfrage. „Ich bin für Photovoltaik-Anlagen, aber nicht in der Größe“, sagte Gabriela Seitz-Hoffmann von der Fraktion „Aufwind“. „Da sehe ich die Gefahr, dass dort ein neues Gewerbegebiet entsteht, wenn wir einen Bebauungsplan aufstellen müssen.“

Die Voranfrage wurde schließlich einstimmig abgelehnt.

Rubriklistenbild: © DPA

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