Über die Öko-Umstellung informierten sich die rund 150 Bauern beim Milchviehtag. Franz Högg (links) hielt einen Vortrag über das Thema in Oberhausen. Ruder

Milchviehtag

Mehr Einkommen und mehr Arbeit

Oberhausen - In Oberhausen informierten sich die Michviehhalter  über eine Umstellung auf Ökolandbau. Die Arbeit muss sich aber rechnen, hieße es.

Wer seinen Betrieb auf ökologischen Landbau umstellt, kann ein höheres Einkommen erzielen, muss aber auch mit mehr Arbeit rechnen. Das war eine der Kernaussagen, die Franz Högg den rund 150 Landwirten präsentierte, die am Freitag die Milchviehtagung im „Stroblwirt“ in Oberhausen besuchten. Die Umstellung auf ökologischen Landbau ist laut Högg, der Leiter des „Fachzentrums Ökolandbau“ am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kaufbeuren ist, eine interessante Alternative zur konventionellen Landwirtschaft. Der größte Vorteil eines ökologische wirtschaftenden Milchviehhalters sei der höhere Milchpreis. Hinzu kämen höhere staatliche Zahlungen an die Ökolandwirte. Auf der anderen Seite müsse aber auch berücksichtigt werden, dass auch Mehrkosten, etwa für Öko-Kraftfutter, entstehen. Trotzdem lohne es sich. Eine Untersuchung von mittleren Familienbetrieben habe ergeben, dass der durchschnittliche Betriebsgewinn pro Kuh bei Ökobetrieben um ein Drittel höher sei als bei konventionellen Betrieben. Allerdings sei auch ein gewisser Mehraufwand an Arbeitskraft erforderlich, etwa wegen der mechanischen Unkrautbekämpfung. Dafür hätten aber auch kleinere Betriebe eine Chance. Für den erstrebenswerten Betriebsgewinn von 55 000 Euro bräuchte ein Ökobetrieb nur 42 Kühe, nicht 55. Den Bauern riet Högg, sich vor einer Umstellung gründlich zu informieren, da die von ihm genannten Durchschnittswerte nicht auf jeden Betrieb übertragbar seien. Wichtig sei auch, vorab die Abnahme der Ökomilch durch eine Molkerei zu sichern.  

Info

Die nächsten Fortbildungsmöglichkeiten bieten die Pflanzenbautagung am 5. Februar in Oberhausen und die Winterschule 2016, für die das AELF Weilheim bereits jetzt um Anmeldung bittet.

st

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