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Rektor Hans Socher im Treppenhaus der Peißenberger Mittelschule

Rektor Socher setzt sich durch

Jetzt doch Fangnetze an der Mittelschule

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Peißenberg - Hans Socher bekommt, was er will: Der Rektor der Mittelschule setzt im Gemeinderat Sicherheitsvorkehrungen für Treppenschacht durch.

Hans Socher hat es geschafft. Der Rektor der Josef-Zerhoch-Mittelschule hat den Gemeinderat Peißenberg nun doch überzeugt, dass die Seitenschachtöffnungen im Treppenhaus abgesichert werden müssen. Mit 17 Ja- gegen fünf Nein-Stimmen wurde entschieden, dass nachgebessert wird.

Wie berichtet, war Socher besorgt wegen des tiefen Schachts. Er bat darum, die Stockwerke abzusichern, was nichtöffentlich zunächst abgelehnt worden war. Als das Thema nun erneut – und öffentlich – im Gemeinderat besprochen wurde, durfte Socher sein Anliegen noch einmal ausführen.

Socher räumt mit Vorwürfen auf

Er nutzte die Gelegenheit auch dazu, um erst einmal mit zwei Vorwürfen aufzuräumen. So hatten die Fraktionen in einer gemeinsamen Erklärung angebracht, dass die Schulleitung in die Planungen involviert gewesen war – und frühzeitig Hinweise hätte geben können, um Folgekosten zu vermeiden. Socher sagte dazu: „Wir waren in Vieles eingebunden. Aber in die Planung dieses Schachtes nie.“ Auch gegen eine Aussage von SPD-Gemeinderätin Jutta Geldsetzer wehrte er sich. Sie hatte sich bei der Diskussion im Bauausschuss gegen die Nachrüstung ausgesprochen und betont: „Es gibt eine Aufsichtspflicht der Lehrer.“ Es sei also deren Aufgabe aufzupassen, das nichts passiert. Auch das konnte Socher so nicht stehen lassen: „Diese Aufsichtspflicht kann niemand leisten bei 350 Schülern“, sagte der Rektor, der sich als „verantwortungsvollen Schulleiter“ bezeichnete.

Er führte schließlich vor dem Gremium aus, warum es die Absicherung der Seitenschachtöffnungen im Treppenhaus brauche: Zum einen gebe es immer wieder Selbstmordankündigungen, zum anderen könnten Schüler aus Versehen herunterstürzen. Und: „Es können auch Gegenstände herunterfallen. Unten ist eine Gehfläche.“

Werner Haseidl (CSU) pflichtete zudem bei: Der Schacht sei „schon erschreckend hoch“. Er war wie die meisten Gemeinderäte von Sochers Anliegen überzeugt.

Kosten für die Fangnetze: 11 000 Euro

In welcher Form der Schacht abgesichert wird, prüft nun die Verwaltung. Die Kosten für Fangnetze würden sich laut Bürgermeisterin Manuela Vanni samt Einbau auf rund 11 000 Euro belaufen. Ebenfalls möglich wären horizontale Gitter, für die die Gemeinde rund 7000 bis 8000 Euro aufbringen müsste. „Da müssen wir schauen, was sicherer ist“, sagte Vanni auf Nachfrage unserer Zeitung. Sobald Klarheit besteht, werden die Arbeiten in Auftrag gegeben.

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