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Da ging’s gerade noch: Max Nagl (im Vordergrund) wühlte sich beim zweiten Grand-Prix der Saison regelrecht durch den Schlamm. Letztlich konnte in Pangkal Pinang nur ein Wertungslauf stattfinden.  

Motocross-Grand-Prix in Indonesien

Max Nagl versinkt im Schlamm

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Das vergangene Wochenende war gar nicht nach dem Geschmack von Motocross-Fahrer Max Nagl: Der Hohenpeißenberger blieb beim Grand-Prix in Indonesien wetterbedingt ohne WM-Punkte.

Hohenpeißenberg – Es gehört ja zum Berufsbild eines Motocross-Fahrers, sich mit seiner Maschine auf unwegsamem Terrain zu bewegen. Doch das, was die Fahrer beim Grand-Prix in Indonesien als Rennstrecke vorfanden, war dann doch des Guten zuviel. Heftige Regenfälle hatten den neu angelegten Kurs in Pangkal Pinang in eine regelrechte Schlammwüste verwandelt. Die Folge waren Verschiebungen und Rennabbrüche.

Einer der Hauptleidtragenden der Verhältnisse war Max Nagl. Der Husqvarna-Fahrer aus Hohenpeißenberg blieb im ersten Wertungslauf mit seiner Maschine in einer tiefen Spurrille stecken, konnte nicht mehr weiterfahren und musste aufgeben. Am Ende des Tages musste Nagl ohne WM-Punkte die Heimreise antreten.

„Es war ein harter Grand-Prix für uns alle“, sagte Nagl mit Blick auf das gesamte Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Team. In den Tagen vor dem Rennwochenende hatte es schon stark geregnet, was den Kurs schon stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Das Qualifying-Rennen der MXGP-Klasse musste ganz entfallen. Für die Startaufstellung konnte lediglich das Ergebnis des freien Trainings herangezogen werden. Dort war Nagl Zwölfter geworden.

Im ersten Wertungslauf habe er einen mittelmäßigen Start erwischt und sich im Bereich der Top Ten bewegt, berichtete der Deutsche. „Der Kurs war an einigen Stellen fast unfahrbar. Die Rillen waren so tief, dass wir mit den Fußrasten steckengeblieben sind.“ In der Anfahrt vor einem großen Sprung versank Nagls Maschine in einer Rille dann bis zum Auspuff im Schlamm. Auch die Streckenposten konnten nicht mehr helfen.

Nach sechs Runden war für den Deutschen das Rennen beendet. An der Stelle hatten auch andere Piloten wie Jeffrey Herlings und Romain Febvre ihre liebe Müh’ und Not. Sie schafften es aber immerhin ins Ziel und holten ein paar Pünktchen.

Aufgrund des chaotischen Rennverlaufs entschied die Rennleitung, den zweiten Wertungslauf abzusagen. So bildete das Ergebnis des ersten Rennens auch das Grand-Prix-Resultat. Normalerweise werden zwei Wertungsläufe absolviert. Je nach Platzierung erhalten die Fahrer Punkte. Derjenige, der am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Tageswertung. Bei Punktgleichheit liegt derjenige Fahrer vorn, der die bessere Platzierung im zweiten Lauf erreicht hat.

50 Punkte Rückstand in der WM-Wertung

Sieger in Indonesien wurde der Brite Shaun Simpson. Er blieb in der letzten Runde im Schlamm hängen, konnte seine Führung aber gerade noch vor Glenn Coldenhoff (Niederlande) und Clement Desalle (Belgien) verteidigen. Der Sieger des Auftaktrennens in Katar, Antonio Cairoli (Italien), wurde Vierter. Weltmeister Tim Gajser (Slowenien) belegte den siebten Rang. Trotz des schlechten Wetters waren die Indonesier heiß auf den ersten Motocross-Grand-Prix seit 1997 in ihrem Land. Rund 56 000 Zuschauer pilgerten zur Strecke.

In der WM-Gesamtwertung hat Max Nagl nach dem Indonesien-Ausfall satte 50 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Cairoli (68 Punkte). Der nächste Grand-Prix steigt am 18./19. März in Neuquen (Argentinien). „Den Kurs dort mag ich“, sagt Nagl. Im Vorjahr war er in Patagonien Dritter, 2015 gewann er gar die Tageswertung.

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