Hans Eberl hat das Müller-Käppi an den Nagel gehängt

Müller-Brot: Penzberger Pächter wirft Handtuch

Penzberg - Nun ist auch die „Müller-Brot“-Filiale an der Bahnhofstraße in Penzberg dicht. Pächter Hans Eberl hat das Handtuch geworfen.

Für Hans Eberl fiel die Entscheidung, als es so aussah, dass der frühere Eigentümer von „Müller-Brot“, Klaus Ostendorf, die Firma zurückkaufen würde.

 „Ich mache doch nicht mit dem weiter, der alles kaputt gemacht hat“, schimpfte Eberl. Quasi über Nacht habe er den Laden übergeben. Kurze Zeit später wurde bekannt: Klaus Ostendorf wird doch nicht der neue Eigentümer, sondern Gründertochter Evi Müller und der Backunternehmer Höflinger.

Eberl, 50 Jahre alt, ist nun arbeitslos. Auf seine Kaution von 15 000 Euro kann er nur hoffen – nämlich wenn es zum Verfahren gegen „Müller-Brot“ wegen Veruntreuung und Insolvenzverschleppung kommt. Die Ermittlungen laufen.

„Müller-Höflinger“ hat knapp 150 der 241 Filialen übernommen. Eberls ehemaliges Geschäft wird allerdings nicht weitergeführt. „Es macht keinen Sinn, wegen einer Filiale einen Lkw von Neufahrn nach Penzberg zu kutschieren“, so Torsten Fricke, Sprecher von „Müller-Höflinger“. Das sei wirtschaftlich nicht rentabel. Die andere Penzberger Filiale, im Lidl, ist bereits seit Anfang des Monats zu. „Müller-Höflinger“ lege den Schwerpunkt des Filialnetzes auf den Großraum München, heißt es. Hans Eberl bereut seine Entscheidung nicht. Er zweifelt mittlerweile daran, ob sich der Markenname „Müller-Brot“ je vollständig erholen wird. Er meint: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

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