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Verheerender Großbrand in der Rigi-Rutsch'n: Nun starten die Aurfräumarbeiten auf dem Bäderparkgelände.

Nach Großbrand in der Rigi-Rutsch'n

Noch sind viele Fragen offen

Peißenberg - Nach dem Großbrand in den Gaststättenräumen der „Rigi-Rutsch'n“ laufen auf dem Bäderparkgelände peu a peu die Aufräumarbeiten an. Brandursache und Schadenshöhe sind weiter unklar.

Die Brandruine ist inzwischen vom Landeskriminalamt freigegeben worden, so dass eine Spezialfirma am Donnerstag bereits damit beginnen konnte, erste Trümmerteile aus dem Obergeschoss zu entsorgen. Über die Brandursache lagen bis gestern Vormittag im Rathaus aber immer noch keine genauen Erkenntnisse vor. Von der Polizei wurde bislang lediglich über einen „technischen Defekt“ in der Gaststättenküche spekuliert (wir berichteten). Auch über die Schadenshöhe können nach wie vor keine konkreten Aussagen getroffen werden. Des Weiteren steht noch die Freigabe durch den Asbest-Sachverständigen aus. Nach ersten Proben konnte bereits Anfang der Woche vorsichtige Entwarnung gegeben werden. Die tatsächlichen Emissionen müssen noch abschließend analysiert werden. 

Gespannt wartet man im Rathaus zudem auf das Ergebnis der Statikuntersuchungen. Die Begutachtung ist Voraussetzung für die bauliche Freigabe: „Erst dann gehört die "Rigi-Rutsch'n" wieder uns“, erklärt Forster – und erst dann wird man auch absehen können, wie hoch der Schaden tatsächlich ist. Nach erstem Augenschein sind die technischen Anlagen im Kellergeschoss offenbar kaum beschädigt: „Wir haben noch nicht alles eingeschaltet“, berichtet Forster.

Die Sauna-Gäste müssen sich noch gedulden

Neben der Blockbohlensauna ist auch der alte Saunabereich im Hauptgebäude intakt geblieben. Eine Grundreinigung dürfte dort im Gegensatz zu den stärker beschädigten Schwimm-Umkleidekabinen ausreichen. Dennoch: Die Sauna-Besucher werden sich gedulden müssen. Eine kurzfristige Eröffnung des Wellnessbereichs wird es laut Forster nicht geben. 

Über den Zeitpunkt einer möglichen Wiedereröffnung der „Rigi-Rutsch'n“ könne man deshalb momentan gar nichts sagen. Das Gelände bleibt im Übrigen auch nach der LKA-Freigabe für die Öffentlichkeit gesperrt: „Es hat da hinten niemand etwas zu suchen“, stellt Forster klar. 

Und wie geht es mit der hochdefizitären „Rigi-Rutsch'n“ generell weiter? Wird es einen kompletten Neuanfang geben? Spannende Fragen, die im Umfeld des Marktrats hinter vorgehaltener Hand bereits eifrig diskutiert werden. Forster hält sich allerdings noch bedeckt. Keinen Zweifel lässt er aber daran, dass das Thema „Rigi-Rutsch'n“ im „Gesamtkontext der Ortsentwicklung“ betrachtet werden muss: „Die wesentliche Frage ist, wo will Peißenberg generell hin, und welche Rolle soll der Bäderpark dabei spielen“, so Forster.

Bilder: Großbrand in der "Rigi-Rutsch'n" in Peißenberg

Bernhard Jepsen

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