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Da ist sie: die Bombe vom Weilheimer Bahnhof.

Evakuierung aber teils schwierig

Nach 20 Minuten war die Bombe entschärft

Weilheim - Reibunglos ging die Bombenentschärfung am Montagabend am Bahnhof Weilheim über die Bühne. Doch es gab Verzögerungen, weil manche Bürger nicht ihre Wohnungen verlassen wollten.

Rund 2800 Weilheimer warten am Montagabend sehnlichst auf die Entschärfung der Fliegerbombe, die am Mittag auf dem Bahnhofsgelände gefunden wurde. Sie wollen heim. Doch die kann erst mit einer Stunde Verspätung erfolgen, denn die Feuerwehr trifft auf - teilweise heftigen - Widerstand: Elf Mal, erfährt Polizeisprecher Jürgen Thalmeier von seinen Beamten, müssen sie bei der Evakuierung unterstützten, weil die Bewohner ihre Wohnungen nicht verlassen wollen. Dreimal muss der Schlüsseldienst Türen öffnen, und in einem Fall ist sogar eine Wohnungsräumung nötig.

Bilder: Bombe am Bahnhof entschärft

Bilder: Bombe am Bahnhof entschärft

Warten muss auch Sprengmeister Martin Tietjen. Erst als die Evakuierungszone freigegeben wird, kann er mit seiner Arbeit beginnen. Kurz vor 21 Uhr ist es soweit, nur rund 20 Minuten später meldet der 39-Jährige Vollzug, die Entschärfung ist gelungen. Tietjen hat den Zünder entfernt und der Feuerwehr übergeben, der Sprengkörper ist im „VW-Bus“ verstaut und zur Abfahrt bereit.

Nach der Entschärfung rollten die Züge wieder.

Pech gehabt

Im Zuge der Umleitungen und Absperrungen wegen des Bombenfunds in Weilheim hat die Polizei am Montag einen 43-Jährigen am Leprosenweg angehalten und kontrolliert. Der Mann hatte zu viel getrunken, ein Alkotest ergab einen Wert von über 0,5 Promille. Der Mann musste zu Fuß weitergehen, ihn erwartet ein Fahrverbot von einem Monat.

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