Stadtentwicklung Weilheim

Nein bleibt Nein

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Weilheim - Die Stadt lehnt Bauwünsche am Bärenmühlweg und an der Steingadener Straße weiter ab. Obwohl  Kritik aus dem Landratsamt kam.

Die Stadt habe die Bauwünsche zu Unrecht abgelehnt – mit diesem Hinweis spielte das Landratsamt Weilheim-Schongau zwei private Bauvorhaben, die bereits vor Monaten behandelt wurden, zurück in die städtischen Gremien. Doch in beiden Fällen blieb der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in der jüngsten Sitzung bei seinem Nein – obwohl das Landratsamt angekündigt hatte, notfalls das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen.

Fall Nummer eins ist der gewünschte Anbau an eine bestehende Doppelhaushälfte am Bärenmühlweg, den die Stadt 2014 bereits abgelehnt hat, weil er sich in Größe und Gestaltung nicht in die Umgebung einfüge. Mangels Bebauungsplan greift diese Begründung laut Landratsamt nicht.

Diese Auffassung wiederum kann CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl nicht nachvollziehen: „Das wäre ja das Signal: ,Wo kein Bebauungsplan besteht, könnt ihr bauen, wie ihr wollt.’“ Er bleibe bei seinem Nein, so Zirngibl.

Ebenso Dr. Claus Reindl: „Wir haben uns das damals wohlüberlegt“, sagte der BfW-Sprecher und forderte die Kollegen im Gremium auf, bei der Ablehnung zu bleiben – „sonst machen wir uns ja auch unglaubwürdig“. Petra Arneth-Mangano (SPD) verwies zudem darauf, dass eine Zustimmung Begehrlichkeiten in der Umgebung wecken würde. Einig waren sich die Ausschuss-Mitglieder auch, dass ein Bebauungsplanverfahren dort „nicht im Verhältnis stehen würde“ (Zitat Bürgermeister Markus Loth). So wurde der „Antrag auf Vorbescheid“ einstimmig abgelehnt und die seinerzeitige Stellungnahme einstimmig aufrecht erhalten.

Genauso stimmte der Bauausschuss im zweiten Fall ab, dem gewünschten Neubau eines Reiheneckhauses an der Steingadener Straße. Grund für die Ablehnung im September 2015 war, dass dort durch eine Grundstücksteilung nötige Autostellplätze entfallen würden – und an dieser Tatsache habe sich nichts geändert, wie es in der jüngsten Sitzung hieß.

„Solche Fälle haben wir im Stadtgebiet Dutzende“, plädierte Bauverwaltungs-Chef Manfred Stork im Ausschuss dafür, bei der Ablehnung zu bleiben: „Es kann nicht sein, dass bei einer Teilung einfach Stellplätze entfallen und die Autos auf der Straße geparkt werden.“

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