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Auszeichnung: (v.l.) Phuntsok Tenphel, Tsering Dolker, Daniela Keis sowie Uschi Holzhey und Erwin Höpfl von der Stiftung „Scheuklappen“.

Nepal-Hilfe ist einen Preis wert

Peißenberg - Preis für Daniela Keis aus Peißenberg: Die Stiftung „Scheuklappen“ würdigte damit ihren Einsatz für die Erdbebenopfer in Nepal.

Fünf Monate lang, von September 2014 bis Februar 2015, hat Daniela Keis, die nach dem Abitur für ein Hilfsprojekt engagieren wollte, in Nepal gelebt. Dort arbeitete sie in drei Schulen rund um Kathmandu als Lehrerin für Englisch und Sport. Dort „verliebte“ sie sich in Land und Leute. Deshalb war Keis sehr betroffen, als sie von den Erdbeben erfuhr, die Nepal im April 2015 erschütterten.

Zusammen mit einem nepalesischen Freund zog sie vor Ort eine eigene Hilfsorganisation auf und versorgte 46 Familien mit Wellblechdächern. Daneben wurden 100 Schüler mit rostfreien Zinkboxen für ihre Schulsachen ausgestattet. 200 Schulranzen und 195 Sets mit Heften, Stiften und Linealen verteilte sie an verwaiste Schüler.

Das Geld für diese Aktionen hat Keis mit Vorträgen gesammelt. Durch ihre Kontakte nach Nepal kann die Peißenbergerin garantieren, dass die Spenden zu 100 Prozent dem vorgesehenen Zweck zugute kommen. Sie kontrolliert Rechnungen und bekommt Fotos sowie Berichte zu ihrem Hilfsprojekt.

Die Auszeichnung durch die Stiftung „Scheuklappen,“ die mit 1000 Euro dotiert ist, hat die junge Frau überrascht. Die Ehrung erfolgte bei einem privaten Festakt mit Freunden der Nepalinitiative Schongau. „Die Auszeichnung mit dem Scheuklappen-Preis ist eine Anerkennung für Dein soziales Engagement“, begründete Stiftungsgründer Erwin Höpfl die Vergabe. Er betonte, dass das Geld nicht in ein Projekt fließen soll, sondern für die Ausgezeichnete persönlich gedacht ist. Bei der Feier waren auch der Repräsentant der Nepalinitiative Schongau in Nepal, Phuntsok Tenphel, und seine Frau Tsering Dolker, Leiterin des Kinderheims „Rangeen Home“ in Pokhara, anwesend.

Ihr Preisgeld will Keis , die mittlerweile in Augsburg Sport und Englisch studiert, für eine weitere Nepalreise verwenden. Schließlich will sie sich vor Ort davon überzeugen, wie ihre Hilfsleistungen angekommen sind.

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