Der Ersatzneubau (in der Grafik ohne Dach dargestellt) soll die östlichen Enden der beiden zweistöckigen Querbauten miteinander verbinden. Der alte Längsbau (am unteren E nde des Bildes) soll zunächst noch nicht abgerissen werden.

Peißenberg

Neubau an Josef-Zerhoch-Grundschule

Für den Markt Peißenberg steht das nächste Millionen-Projekt auf dem Programm: Wenn alles glatt läuft, soll 2020 mit der Errichtung eines Ersatzneubaus an der Josef-Zerhoch-Grundschule in Wörth begonnen werden. Eine erste Vorentwurfsplanung wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentiert.

Peißenberg – Der innerörtliche Hochwasserschutz, vermutlich ein neuer Kindergarten, das Bürgerhaus respektive Jugendzentrum, ein neuer Bauhof – und dazu noch ein Ersatzneubau für die Wörther Grundschule. Die Marktgemeinde hat in den nächsten Jahren mehrere Großprojekte zu stemmen. Trotz staatlicher Zuschüsse wird das nicht ohne weitere Verschuldung möglich sein. Für die Josef-Zerhoch-Grundschule rechnet Marktkämmerer Michael Liedl „Pi mal Daumen“ mit Gesamtkosten zwischen 2,5 und drei Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon wird die Gemeinde aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Das Kostenvolumen ist bislang nur eine Grobschätzung. Eine bereits abgeschlossene Wirtschaftlichkeitsberechnung hat aber ergeben, dass eine Sanierung des 1952 erbauten Längsbaus weniger rentierlich wäre als die Errichtung eines Ersatzneubaus. Unter anderem ist in dem alten Gemäuer die Toilettenanlage veraltet und die Dachkonstruktion renovierungsbedürftig. Ferner sind die räumlichen Ansprüche nach der Einführung der flexiblen Grundschule und der Ganztagsschule insgesamt noch einmal gestiegen.

Wie Liedl im Marktrat berichtete, wurde die schulaufsichtliche Genehmigung des Ersatzbauprojekts als wichtige Voraussetzung für eine spätere staatliche Bezuschussung bereits erteilt. Als nächster Schritt soll ein Auswahlverfahren mit drei Planungsbüros initiiert werden.

Nach der ersten Grobplanung, die Marktbaumeister David Oppermann vorstellte, wird an den östlichen Enden der beiden Querbauten ein neues Längsgebäude errichtet. „Das bestehende ,U’ wird also geschlossen“, erklärte Oppermann im Gemeinderat. In den Neubau sollen vier Klassenzimmer, fünf Gruppenräume, ein behindertengerechtes WC und ein Werkraum integriert werden. Zudem soll der komplette Eingangsbereich an die künftige Ostseite der Schule verlegt werden. Ein planerisches Problem, das laut Oppermann noch gelöst werden muss, sind „die unterschiedlichen Höhenniveaus der bisherigen Stückelbauten“.

Und was passiert nach der Fertigstellung des Neubaus mit dem alten Gebäude? Das wird als „Kaltbau“, wie es Oppermann formulierte, erst einmal stehen gelassen – quasi als räumliche Notreserve.

Nach der zeitlichen Prognose soll 2019 die Detailplanung für den Anbau über die Bühne gehen und 2020 der Startschuss für die Bauarbeiten erfolgen.

Bernhard Jepsen

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