Nach Feuerwehreinsatz: Sperrung bei S7 und S20 aufgehoben

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Zur Enthüllung der Tafeln kamen (v. li.) Arturo Perez (Direktor Erdfunkstelle Raisting), Dr. Sabine Vetter, Sven Barth und Hermann Martin (Radom-Förderverein), Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Franz Kubat (Vertreter „EMC“) und Bürgermeister Martin Höck.

Von Förderverein und Spendern finanziert

Flüsterschüsseln und Schautafeln am Radom

Über Morse-Telegrafen, Nachrichten-Satelliten und Funksignale können sich Besucher an der Erdfunkstelle in Raisting informieren. Dort wurden neue Schautafeln aufgestellt.

Raisting– Drei neue Schautafeln informieren die Besucher der Erdfunkstelle in Raisting über die Geschichte der Datenübertragung. Am Dienstag wurden die mit alter Radom-Folie abgedeckten Tafeln, die der Radom-Förderverein mit Hilfe von Spendern finanziert hat, am Parkplatz der Firma EMC enthüllt. Sie stehen direkt am „Erdfunkstellen-Wanderweg“, der zu den Anlagen südlich des Dorfs führt.

Die erste Tafel informiert über die frühe Epoche der elektronischen Kommunikation. Vom Morse-Telegrafen über Seekabel und Radio bis zu den ersten passiven Nachrichten-Satelliten „Echo 1“, der Funksignale reflektierte, ist die Geschichte beschrieben und bebildert. Die zweite Tafel beginnt beim „Sputnik“, dem ersten sowjetischen Satelliten, der weltweit das Interesse am Weltraum – und der Kommunikation in diesem – weckte. Sie informiert über die Zeit, in die auch der Bau des Radoms fällt, mit dessen Antennen die erste Verbindung über den Atlantik aufgebaut wurde.

Auf der dritten Tafel erfährt der Besucher, dass die Antennen heute noch in Betrieb sind und Datenverbindungen zu 140 Ländern und mehreren tausend Flugzeugen und Schiffen aufrecht erhalten. Auch ein Ausblick in die Zukunft findet sich hier – zu Themen wie Weltraumverschmutzung mit Satellitenmüll und Datenübertragung per Laser.

Gegenüber den Schautafeln hat der Förderverein eine Versuchsanlage aufgebaut, in der die Besucher erleben können, welche Wirkung die Antennen haben. Im Abstand von 38 Metern sind zwei Spiegel aufgestellt, die der Verein 2005 vor dem Verschrotten gerettet hatte. Wenn sich zwei Personen auf die Pflastersteine vor den beiden Spiegeln stellen und leise in die Antenne sprechen, kann der Gesprächspartner dies deutlich hören. Ein simples aber beeindruckendes physikalisches Phänomen.

Die „Flüsterschüsseln“, wie die Vorsitzende des Radom-Fördervereins Dr. Sabine Vetter die Spiegel bei der Präsentation nannte, leiten die Schallwellen genau in ihr Gegenüber, das sie für den Gesprächspartner bündelt und so hörbar macht.

Der „Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting“, der im Jahr 2000 gegründet wurde und heute rund 120 Mitglieder hat, hat sich den Erhalt des Radoms als Industriedenkmal zum Ziel gesetzt. Außerdem informiert er über die Geschichte der Kommunikation mithilfe von Satelliten in Raisting, die die Gemeinde weltweit bekannt gemacht haben.

Alfred Schubert

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