Dr. Oskar Handow zeigt es: Neben dem Stadtwerke-Gebäude würde die Ostumfahrung vorbeiführen, für die auch ein Gögerl-Tunnel gebaut würde. Wie Beate Modl (r.) und Kathrin Hauser-Weishaupt will Handow den Bau verhindern. Foto: Gronau

Neue BI will Ostumfahrung verhindern

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Weilheim - Gruppe „Heimat 2030“ will möglichst naturfreundliche Verkehrslösung. Erste Info-Veranstaltung ist am 6. Mai

In Weilheim gibt es eine neue Bürgerinitiative (BI), deren vorrangiges Ziel es ist, eine Ostumfahrung um die Stadt zu verhindern. In einem zweiten Schritt möchte die Gruppe mit dem Namen „Heimat 2030“ dann eine „stimmige“, bedarfsgerechte Verkehrslösung für Weilheim finden, bei der so wenig Natur wie möglich zerstört wird. Bei einer Info-Veranstaltung am Freitag, 6. Mai, will die BI nun Aufklärungsarbeit leisten - welche aus ihrer Sicht dringend nötig ist - und viele Bürger für sich gewinnen.

Vorgestellt wurde die Initiative am gestrigen Donnerstag von Dr. Oskar Handow, Beate Modl und Kathrin Hauser-Weishaupt bei einem Pressegespräch auf Handows Hardthof östlich von Weilheim. Von dort aus gibt es einen guten Blick auf jenen Landstrich, durch den die von der Stadtratsmehrheit befürwortete Trasse der Ostumfahrung verlaufen würde.

Der BI stößt sauer auf, dass im neuen Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan nur diese Trasse (mit Tunnel durch das Gögerl) dargestellt ist. In dem Planentwurf kam die Umfahrung für Weilheim heuer in den „vordringlichen Bedarf“ (wir berichteten). „Wenn das Geld da ist, wird im Osten gebaut“, fürchtet Handow, und das gelte es zu verhindern, um ein Naherholungsgebiet der Weilheimer Bevölkerung zu erhalten. Hauser-Weishaupt hebt allerdings hervor, dass die BI nicht nur die östliche Trasse im Blick hat: „Wir sind gegen eine Straße, die die wertvolle Natur um Weilheim zerstört, egal, ob sie im Osten oder Westen verläuft.“ Zu widersprechen sei der Aussage „Wir sind uns doch alle einig, dass Weilheim eine Umfahrung braucht“.

Nach Meinung der BI ist es nicht zu erwarten, dass eine Westumfahrung oder ein innerörtlicher B2-Tunnel realisiert wird, und zwar nicht nur, weil sich der Stadtrat zuletzt für die Ostumfahrung ausgesprochen hat. Denn im Westen gebe es zu viele schützenswerte Flächen, und von Stadträten sei zu hören, dass für den B2-Tunnel nicht genug Platz vorhanden sei.

Die Ostvariante sei vom Stadtrat klar „gesetzt“, sagt Handow, „auch wenn man uns etwas anderes weismachen will“. Bei der Bürgerversammlung in Marnbach (siehe Seite 3 - „Stadt Weilheim“) stellte Bürgermeister Markus Loth am Mittwochabend seine Sichtweise dar. Unter anderem sagte er: „Ich persönlich stehe zu einer Umfahrung, und mir persönlich ist es ehrlich auch wurscht, ob sie links oder rechts rum geht.“ Eine Entscheidung über den Verlauf der Trasse sei noch nicht gefallen.

Die Bürgerinitiative macht darauf aufmerksam, dass Bürger bis Montag, 2. Mai, zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans Stellung nehmen können (im Internet unter „www.bvwp 2030.de“; Projektnummer: B002-G040-BY). Eine Unterschriftenaktion gegen die Ostumfahrung läuft auch über diesen Termin hinaus. Die Veranstaltung der BI am Freitag, 6. Mai, im „Haus der Begegnung“ beginnt um 17 Uhr. Im Internet gibt es unter „www.weilnein.de“ weitere Infos über die BI.

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