Gassibeutel gibt es auch in der Weilheimer Au. Peter Neumann (56) nimmt einige für Ricco (3) mit. „Mülleimer zur Entsorgung sind überall in der Au zu finden“, so der Hundebesitzer. rr

Neuer Ärger um Hundedreck

Weilheimer - Fast 50 Automaten mit Tüten für Hundekot hat die Stadt inzwischen aufgestellt, jetzt gibt es neuen Ärger um den Hundedreck: Grund: Die Kot-Tüten landen in der Wiese

Fast 50 Automaten mit Tüten für Hundekot hat die Stadt inzwischen im Stadtgebiet Weilheim aufgestellt, dennoch ist der Frust bei den Mitarbeitern der Stadtwerke groß. Grund: Viele Hundebesitzer befördern die Hundehaufen zwar in die Tüten, deponieren diese aber nicht in einer Abfalltonne, sondern werfen sie einfach in die Wiese oder legen sie am Wegrand oder unter Büschen ab. Mit der Folge, dass sie in die Mähwerke oder Freischneider des Arbeiter des Grüntrupps gelangen - und aufplatzen.

Silvia König, Sekretärin im Betriebshof der Stadtwerke, bekommt fast täglich mit, wie die Mitarbeiter nach Mäharbeiten ausschauen, wenn sie auf die Hundehaufen gestoßen sind: „Über und über voll mit Hundedreck, der beim Mähen sogar durch das Gitter am Helm spritzt“, seien die Männer, schildert sie drastisch die Situation. Ihre Bitte deswegen an die Hundebesitzer: „Die Häufchen samt Tüte mitnehmen.“

Es bringe nämlich nichts, wenn Herrchen oder Frauchen den Hundedreck in die dafür vorgesehenen Hundebeutel füllen, „und diese dann in die Wiese schmeißt“. Das Ergebnis beim Mähen sei genauso widerlich, wie wenn der Hundedreck einfach so im Gras liege. Und was sie noch ärgert: Viele Hundebesitzer stehlen sich aus der Verantwortung mit dem Hinweis darauf, dass sie ja Hundesteuer zahlen.

Besonders schlimm sei die Verschmutzung am Gögerl, am Narbonner Ring und am Ammerdamm, aber auch an den Spiel- und Bolzplätzen fänden sich bergeweise Hinterlassenschaften von Hunden, so Silvia König, 94 Haufen allein in einer städtischen Gasse zählten die Betriebshof-Mitarbeiter bei einem Arbeitseinsatz. Silvia König hat großen Respekt vor der Arbeit der Grüntrupp-Männer : „Hut ab, dass sie solche Arbeiten machen“.

Eigentlich dürfte es den Ärger um die Hinterlassenschaften der Hunde gar nicht geben. Denn in der Grünanlagensatzung der Stadt aus dem Jahr 2011 heißt es: „Wer durch Beschädigung, Verunreinigung oder in sonstiger Weise ... einen ordnungswidrigen Zustand ... herbeiführt, hat diesen ohne Aufforderung unverzüglich auf seine Kosten zu beseitigen. Dies gilt auch für die Beseitigung von Hundedreck.“

Bisher wurde laut Auskunft aus dem städtischen Ordnungsamt kein Hundebesitzer mit einem Bußgeld belegt. Der Nachweis sei zu schwierig, hieß es.

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