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Neuer Chef beim Alpenverein

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Vertritt die 3771 Mitglieder der AV-Sektion Peißenberg: die Sektionsführung, die am Freitagabend neugewählt wurde.  foto: Preller
Vertritt die 3771 Mitglieder der AV-Sektion Peißenberg: die Sektionsführung, die am Freitagabend neugewählt wurde. foto: Preller

Peißenberg - Nach 18 Jahren hat Fritz Dirschowski bei der Hauptversammlung der Alpenvereinssektion Peißenberg das Amt des Vorsitzenden niedergelegt. Sein Nachfolger ist Manfred Beier.

Der Führungswechsel war lange geplant und entsprechend reibungslos ging er auch über die Bühne. Auch Dirschowskis langjähriger Stellvertreter, Andreas Bauer, kandidierte nicht mehr.

Unter der Ägide des eng aufeinander abgestimmten Führungsduos hat die Sektion ihre Mitgliederzahl von 2646 auf gegenwärtig 3771 geschraubt. Die Geschicke des nach dem TSV Weilheim zweitgrößten Vereins im Landkreis werden künftig von Manfred Beier gelenkt. Der 46-jährige Hochtourenführer bekam mit einer breiten Mehrheit (72 von 83 Stimmen) bei den Wahlen das Vertrauen ausgesprochen. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Michael Heppenheimer gekürt (67 Stimmen).

Dirschowski, das wurde in der knapp vierstündigen Marathonsitzung deutlich, hinterlässt ein gut bestelltes Haus - und das im wahrsten Sinne des Wortes: Das AV-Heim in der Alpspitzstraße ist mit seiner Kletterhalle das Herzstück der Sektion und, wie Dirschowski in seinem Jahresbericht betonte, „in einem tiptop Zustand.“ Doch damit nicht genug: Die vereinseigene Hörndle-Hütte hat sich zum Besuchermagneten entwickelt (im letzten Jahr stiegen die Übernachtungszahlen von 1569 auf 2150), die Winter- und Klettersportabteilungen sorgen für reichlich Vereinsnachwuchs, und finanziell steht die Sektion auf gesunden Beinen. Zwar musste man für 2012 aufgrund von Reparaturen in der Kletterhalle einen Verlust von knapp 7500 Euro hinnehmen, doch bei einer Bilanzsumme von rund 175 000 Euro liegt die Eigenkapitalausstattung bei soliden 161 000 Euro. Nicht zuletzt um die steigenden Übungsleiterkosten auszugleichen, beschloss die Versammlung jedoch präventiv eine Beitragserhöhung. Ab 2014 zahlen „A-Mitglieder“ 54 statt bisher 48 Euro.

Ob der positiven Bilanz gab es für Dirschowski auch warme Worte zum Abschied. Lorenz Sailer lobte die Kompetenz sowie die „ruhige und verbindliche Art“ seines - ehemaligen - Vorstandskollegen: „Du hast immer Zuversicht ausgestrahlt, und das war für uns unheimlich motivierend“, resümierte der dritte Vorsitzende. Dirschowski gab sich bei seinem letzten Auftritt als Sektionschef bescheiden: „Ich habe es wirklich gerne gemacht. Zu 99 Prozent war es eine gute Zeit.“

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