SPD-Paukenschlag: „Unerwartete Wendung“ - Esken verkündet „Kanzler-Wumms“- doch der Tonfall überrascht

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Viele Besucher beim ersten Flohmarkt in Peißenberg nach dem Lockdown.
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Viel los war beim ersten Flohmarkt in Peißenberg nach dem Lockdown.

Erster Flohmarkt nach langer Zeit auf dem Volksfestplatz in Peißenberg

Neues Leben für alte Dinge

Eigentlich sollte der erste Flohmarkt in Peißenberg nach der mehrmonatigen durch die Corona-Pandemie erzwungenen Pause laut Organisator Günter Fiebig schon am 11. Juli veranstaltet werden, da spielte aber das Wetter nicht mit. So bauten die privaten Händler ihre Stände erst später auf dem Festgelände auf der Neuen Bergehalde auf.

Peißenberg – Die ungefähr 50 Händler waren teils weiter angereist als üblich, weil die Flohmärkte noch ziemlich rar sind. Mit dem Besuch war Fiebig zufrieden. Es seien zwar weniger Käufer gekommen als üblich, es sei damit aber auch einfacher gewesen, die Hygienevorschriften einzuhalten.

Kurt Gumbmann ist aus dem 60 Kilometer entfernten Tegernsee gekommen, „weil sonst nichts ist“. Normalerweise fährt er nur bis Bad Tölz. Seine Motivation: „Ich will nichts wegschmeißen, was ein anderer noch brauchen kann.“

Dinge vor der Mülldeponie zu retten ist auch die Motivation von Alfred Martin. Der Peißenberger will „schönen alten Dingen ein neues Leben geben“. Zum Flohmarkt meint er, „das ist nicht Arbeit, das ist Leidenschaft“, auch wenn man dabei nicht viel einnimmt. Der „3-F-Lebensstil“ – Fernseher, Filzpantoffeln, Flaschenbier – ist nicht seine Sache. Er will „unter Leuten sein“.

Reich wird man durch Flohmärkte nicht, wie Rudolf Mahl feststellt. Der Schongauer hat vor Fiebig Flohmärkte im Pfaffenwinkel organisiert und bringt 25 Jahre Erfahrung mit. Der Erlös gehe „zum Teil in den Tank“ womit er die Transportkosten anspricht, „und wenn dann 40 Euro übrig bleiben, gehen wir abends zum Essen.“ Er und seine Frau, die für die „Haushaltswarenabteilung im Kaufhaus Mahl“ zuständig ist, hoffen auf wieder mehr Flohmärkte, denn „Keller, Garage und Anhänger sind voll“, nachdem viele die Corona-Zeit zum Entrümpeln genutzt haben.

Für die Kunden lohnt sich der Besuch des Flohmarkts finanziell eher als für die Verkäufer. So gab es auf dem Peißenberger Flohmarkt zum Beispiel den neuen energiesparenden Wasserkocher, der im Laden rund 20 Euro kostet, für zwei Euro, und den fast neuwertigen Anorak, der im Outdoor-Laden für 200 Euro neu zu haben ist, für zwölf Euro.

Alfred Schubert

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