Umstritten sind die Tische in den neuen Talent-2-Zügen der Werdenfelsbahn. Foto: Kurzendörfer

Umfrage des Fahrgastverbandes Pro Bahn

Werdenfelsbahn: Nicht nur das Ruckeln sorgt für Kritik

Weilheim - Die Werdenfelsbahn ist zwar wieder pünktlich. Doch der Komfort der neuen Talent-2-Züge lässt zu wünschen übrig. Das ergab eine Umfrage des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

„Ich finde die Tische super“, schreibt ein Kunde der Werdenfelsbahn, gerade um Büroarbeiten auf dem Weg zur Arbeit zu erledigen. „Die Tische sind viel zu groß und engen die Bewegungsfreiheit zusätzlich ein“, schreibt ein anderer Fahrgast der DB Regio. Die Meinungen zu den Ablagen in den Talent-2-Zügen, die seit Dezember vergangenen Jahres zwischen München und Mittenwald verkehren, sind zwiegespalten. Das hat eine Umfrage des Fahrgastverbandes Pro Bahn ergeben.

Insgesamt 65 Kunden haben sich daran beteiligt - etwa die Hälfte der Teilnehmer ist für, die andere Hälfte gegen die Tische. Matthias Wiegner, der Landesvorsitzende von Pro Bahn und Initiator dieser Umfrage, zeigt sich mit den Rückmeldungen „sehr zufrieden“. Die Mails seien zum Teil sehr ausführlich gewesen, meist sachlich, bisweilen aber auch emotional.

Der Verband nahm die Erkenntnisse mit in ein zweieinhalbstündiges Gespräch mit Vertretern der DB Regio. Und es gibt erste Ergebnisse: „Die DB wird vermutlich kleinere Modifikationen vornehmen, etwa eine geringe Reduzierung der Anzahl der großen Tische“, sagt Wiegner. Bei dem Termin sprachen die Pro-Bahn-Vertreter auch Kritikpunkte wie die Klimaanlage und die unruhige Fahrweise an. Dazu schrieb ein Teilnehmer der Umfrage: „Von München zurück wurden wir bis Weilheim durchgerüttelt wie auf einer Schotterteststrecke“.

„Uns wurde versichert, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, das Ruckeln abzustellen“, sagt Norbert Moy, Sprecher der Kreisgruppe Weilheim-Schongau. Die Bahn habe zugesagt, die Temperaturregelung der Klimaanlage sowie das Gebläse zu verbessern. „Wir haben deutlich gemacht, dass die Fahrgäste hier zurecht schnelle und substanzielle Verbesserungen erwarten“, betont Wiegner.

Als erfreulich wertet er die höhere Pünktlichkeit und die Reduzierung überflüssiger Durchsagen. Bahn und Fahrgastverband wollen im Gespräch bleiben. Für Juli haben sie ein weiteres Treffen vereinbart.

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