Gemeinsames Gewerbegebiert von Weilheim und Polling

Noch einige Hürden für „Achalaich“

Weilheim/Polling - Ein gemeinsames Gewerbegebiet mit verschiedenen Gewerbesteuerhebesätzen, Bebauungsplänen und einem „Turbo-Kreisel“: Die Pläne für „Achalaich“  bergen Konfliktpotential.

Gleich zwei Bürgermeister wohnten der jüngsten Sitzung des Weilheimer Bauausschusses bei: das Weilheimer Stadtoberhaupt Markus Loth als Leiter und die Pollinger Gemeindechefin Felicitas Betz als Gast. Das war ein Vorgeschmack auf Donnerstag, wenn der Pollinger Gemeinderat zur Stadtratssitzung nach Weilheim kommt, um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan für das interkommunale Gewerbegebiet „Achalaich“ zu fassen.

Dieses wurde durch die Planungsvereinbarung, deren Entwurf bei der Bauausschusssitzung vorgestellt wurde, konkreter: Dort ansiedeln dürfen sich nur Betriebe, die den hiesigen Gewerbetreibenden nicht schaden. Welches Gewerbe erlaubt und welches ausgeschlossen ist, steht nach der gemeinsamen Sitzung von Pollinger Gemeinderat und Weilheimer Stadtrat fest.

Diese Festsetzungen betreffen das gemeinsame Gewerbegebiet gleichermaßen, was für die Höhe der Gewerbesteuerhebesätze nicht zutrifft: In Weilheim liegt der Satz bei 380, in Polling bei 320. Betz stellte klar, dass es daran nichts zu rütteln gibt: „Wir können kein ,Lex Achalaich’ schaffen, also würde eine Erhöhung den ganzen Ort betreffen.“ Dieser Umstand könnte noch zu Konflikten führen, weil die Nachfrage für die Pollinger Grundstücke bereits jetzt groß ist, wohingegen die Weilheimer noch auf Interessenten warten.

Entgegen der jüngsten Planung sollen für das Gewerbegebiet zwei aufeinander abgestimmte, aber getrennte Bebauungspläne aufgestellt werden: einer für Pollinger Flur und einer für Weilheimer. „So bleibt die Planungshoheit bei den Gemeinden“, sagte Manfred Stork vom Weilheimer Bauamt über diese Wende.

Das Gewerbegebiet soll durch einen Kreisverkehr erschlossen werden. Wie dieser aussehen könnte, stellte der Ingenieur Dr. Frank Weiser in der Sitzung vor. Er war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein „Turbo-Kreisel“ mit unterschiedlicher Zahl von Fahrstreifen die beste Lösung für die Verbindung zwischen der Staatsstraße und dem neuen Gewerbegebiet ist. „Das kann man empfehlen“, so das Fazit von Weiser. Ob das Staatliche Bauaumt dem zustimmt, zeigt sich, wenn der Bebauungsplan aufgestellt ist. Der Bauausschuss votierte einstimmig für den „Turbo-Kreisel“ und die Aufstellung des Bebauungsplanes.

Kathrin Hauser

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