Suche gestaltet sich schwierig

Noch immer kein Standort für Bauhof Peißenberg

Peißenberg - Was tun mit dem maroden Bauhofgelände? Ein Ausweichquartier suchen oder  die Bausubstanz  doch lieber sanieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Gemeinderat und die Bauverwaltung  schein seit längerem. Detaillirte Planungen  gibt es allerdings nicht.

Zuletzt war das ehemalige „Grillo“-Galvanik-Gelände im Gespräch, doch Marktbaumeister David Oppermann winkte aufgrund der Altlastenentsorgung ab (wir berichteten). Mit Altlasten gibt es aber auch am jetzigen Bauhof-Standort an der Forster Straße Probleme. An der von den Gemeindewerken genutzten Werkshalle befindet sich in der Dachkonstruktion Asbest. Bei Messungen wurden erhöhte, aber noch innerhalb der Grenzwerte liegende Faserkonzentrationen festgestellt. Allein aufgrund der potenziellen Gesundheitsgefährdung wäre schon Eile geboten, doch hinzu kommt, dass der Bauhof betriebstechnisch „nicht mehr dem Standard entspricht“, wie Bürgermeisterin Manuela Vanni im Gespräch mit der Heimatzeitung einräumt. So gebe es kaum Platz zum Beispiel für Deponieabraum oder Streusalz. Auch die Fuhrparkhallen seien alles andere als modern eingerichtet: „Und was gar nicht mehr geht“, so Vanni, „das ist der Zustand der Sanitäranlagen.“

Aber was macht die Suche nach Ersatzlösungen so schwierig? Hauptproblem ist der Umstand, dass die Gemeinde über keine eigenen Grundstücke verfügt, die sich für die Errichtung eines Bauhofs eignen würden. Das gilt auch für das in den Fokus genommene Gelände an der Hochreuther Straße. Stadtplanerin Claudia Schreiber sollte eine Expertise anfertigen und prüfen, ob die Topographie des abschüssigen Areals zwischen dem geplanten Regenüberlaufbecken und dem ehemaligen „Grillo“-Parkplatz überhaupt eine Bebauung zulassen würde. Doch Resultate gibt es laut Vanni noch nicht, stattdessen soll Schreiber noch einmal nachbessern – und offenbar eine günstigere Variante für die Baulanderschließung präsentieren. „Das, was bislang vorgelegt wurde, ist ein bisschen zu teuer“, erklärt Vanni, ohne konkrete Zahlen und Details zu nennen.

Andere mögliche Standorte haben sich bislang noch nicht herauskristallisiert. Vor ein paar Jahren wurde schon einmal die Ortsmitte ins Spiel gebracht, doch nach Einschätzung der Bürgermeisterin sollte der städtebaulich attraktive Bereich für andere Projekte vorgehalten werden: „Die Alte Bergehalde wäre aus meiner Sicht für die Verwendung als Bauhofareal zu schade“, sagt Vanni. Mangels aktueller Alternativen gibt es im Rathaus deshalb Überlegungen, den bestehenden Standort an der Forster Straße zu sanieren. Laut Vanni könnte eventuell die im Eigentum der Marktgemeinde stehende und westlich des Möbelhauses Palmberger gelegene Freifläche an der Kranebitterstraße dem Bauhof zugeschlagen werden. „Aber das sind bislang nur Gedankenspiele“, relativiert Vanni. Auf die lange Bank will die Rathauschefin das Dauerthema „Bauhof“ allerdings nicht mehr schieben: „Wir müssen bald wissen, was wir wollen. Es muss noch in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen werden.“

Auch interessant

Kommentare