Quartier für Flüchtlinge

Nur im Notfall

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Peißenberg - Ob Peißenberger Volksfestplatz oder Wörther Turnhalle...  Ob sie für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, ist unklar.

Zwei Informationen machen in Peißenberg fleißig die Runde. Die erste: 180 Asylbewerber werden heuer auf dem Volksfestplatz in Leichtbauhallen untergebracht. Die zweite: Ab März wird die Wörther Turnhalle als Unterkunft genutzt. Doch was erwartet den Ort wirklich? Das kann man jetzt noch gar nicht sagen, heißt es aus dem Landratsamt.

Bürgermeisterin Manuela Vanni „hatte uns die Turnhalle angeboten“, bestätigt Landratsamtssprecher Hans Rehbehn. Und die Monate März und April standen ursprünglich für eine Belegung im Raum – waren aber nicht fest anvisiert. Es gebe „definitiv keinen Termin“, ab dem die Turnhalle genutzt werde, sagt Rehbehn. Es sei nicht einmal sicher, ob überhaupt Flüchtlinge dort einziehen. Denn geht es nach dem Landratsamt, „wollen wir weg von Turnhallen“, sagt Rehbehn. Wörth ist also nicht mehr als eine Notlösung.

Die Halle wird trotzdem für diesen Fall vorbereitet. „Sie wird überplant wie andere auch“, bestätigt Rehbehn. Fluchtwege und Brandschutz werden geprüft, baurechtliche Fragen geklärt, „damit wir sie kurzfristig belegen können“ – sofern es eben nicht anders geht.

Aber in Peißenberg ist ja noch eine andere Variante im Gespräch: Leichtbauhallen auf dem Volksfestplatz. Doch auch diese sind laut Rehbehn eigentlich nicht das Wahre. „Sie sind im Endeffekt zu klein. Wir brauchen größere Objekte.“ Denn auf dem Platz in Peißenberg kämen nur zwei Hallen mit insgesamt rund 120 Asylbewerber unter. Für den Landkreis, der jede Woche 55 Flüchtlinge zugewiesen bekommt, reicht das nicht aus. Deshalb ist auch gar nicht sicher, ob überhaupt solche Hallen in der Marktgemeinde aufgestellt werden. Ohnehin bevorzugt das Landratsamt laut Rehbehn „zur Zeit feste Unterkünfte“. Die Behörde sucht solche im ganzen Landkreis, in Peißenberg hat sie gerade keine geeignete Immobilie im Blick. Und so können auch bei der Anzahl der künftig in Peißenberg untergebrachten Flüchtlinge keine verlässlichen Prognosen abgegeben werden.

Maximal 300 seien für den Ort verträglich, hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr entschieden. Davon ist Peißenberg noch deutlich entfernt: Derzeit kümmert sich der Unterstützerkreis um 124 Asylbewerber und 18 anerkannte Flüchtlinge.

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