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Teilen sich die Finanzierung des neuen, gemeinsamen Geldautomaten in Oberhausen: Walter Beller, „VR-Bank“, und Josef Koch (rechts), „Vereinigte Sparkassen“. 

Notizen aus der Wirtschaft

Zwei Banken, ein Geldautomat

Oberhausen - Nachdem beide Banken ihre Filialen in Oberhausen geschlossen haben, gehen „VR-Bank Werdenfels“ und „Vereinigte Sparkassen“ im Landkreis nun einen neuen, gemeinsamen Weg: Sie ließen einen Geldautomaten in Oberhausen installieren.

Grund für die Schließung der Filialen war das zunehmende Interesse an „Online-Banking“. Es habe durch die fortschreitende Digitalisierung einen „wirtschaftlichen Druck“ gegeben, wie Josef Koch, Vorstandsvorsitzender der „Sparkasse“, mitteilte. Nun teilen sich die beiden Geldinstitute die Finanzierung des Automaten in den ehemaligen Räumen der Filiale der „VR-Bank Werdenfels“ an der Bahnhofsstraße 37. Die Anschaffung einer solchen Maschine koste 25 000 Euro, hinzu kämen die Wartungskosten des Geräts, so Walter Beller, Vorstandsvorsitzender „VR-Bank Werdenfels“. „Für unsere Kunden sind die Abhebungen am Automaten gebührenfrei“, so Beller und Koch. Das Gerät ist barrierefrei und dank einer neuen Technologie auch für Sehbehinderte bedienbar.

Auch in Polling soll demnächst ein gemeinsamer Geldautomat aufgestellt werden. „Dort gibt es allerdings noch Hindernisse. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese bis spätestens September bewältigen“, sagte Koch.

Seit drei Jahren beschäftigt die Schließung der Bankfilialen kleine Orte wie Oberhausen und Polling. In die Filiale in Oberhausen waren beispielsweise 2013 pro Tag durchschnittlich nur noch 18 Besucher gekommen. Bei den Bürgern war der Rückzug zum Teil auch auf Verständnis gestoßen, andererseits wünschte man sich ersatzweise zumindest einen Geldautomaten. Dieser war im März 2014 sogar Thema im Wahlkampf. Die Lager um die Bürgermeister-Kandidaten Thomas Feistl und Anneliese Reichert-Schwaiger hatten jeweils für sich geworben, zuerst in der Sache aktiv geworden zu sein.  

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