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Für die Neueinsteiger gab es Jacken und Mützen: Die Kindergruppe der Feuerwehr Oberhausen wurde vorgestellt. Mit dabei waren neben den Buben und Mädchen (v.l.) Michael Dittel, Bürgermeister Thomas Feistl, Anna-Lena Koll, Dr. Rüdiger Sobotta, Bernhard Schregle (dahinter) und Anton Koll. 

Novum bei einer Dorffeuerwehr im Landkreis

In Oberhausen dürfen schon 6-Jährige zur Feuerwehr

Die Feuerwehr Oberhausen ist die erste Dorffeuerwehr im Landkreis, die eine Kinderfeuerwehr hat. Bei Einsätzen sind deren junge Mitglieder aber natürlich nicht dabei.

OberhausenNeue Wege geht die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen mit dem Start ihrer Kinderfeuerwehr. Seit das Bayerischen Feuerwehrgesetz im Juli vergangenen Jahres neu gefasst wurde, ist den Wehren durch eine Herabsetzung der Altersgrenze von bisher zwölf auf jetzt sechs Jahre erlaubt, auch schon jüngere Kinder spielerisch an die Feuerwehraufgaben heranzuführen. Die Kinderfeuerwehr Oberhausen ist die erste ihrer Art auf einem Dorf im Landkreis, in der Stadt Penzberg gibt es bereits eine solche Wehr.

Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta, der bei der Präsentation der angehenden Kinderwehr zugegen war, lobte den neuen Ansatz. „Das gehört zu einer nachhaltigen Nachwuchswerbung dazu“, sagte er über das Projekt, das dem Kommandanten Bernhard Schregle und seinem Stellvertreter Michael Dittel schon länger durch den Kopf ging. Bereits bei der Jahresversammlung der Wehr im März vergangenen Jahres wurde die Idee geboren.

Das neue Gesetz machte dann den Weg zu einer Mitgliederwerbung unter jüngeren Kindern frei. Nach der Erarbeitung eines Konzeptes, der Suche nach geeigneten Betreuern und dem Abstecken eines zeitlichen Rahmens erwies sich der vermeintlich schwierigste Punkt als „äußerst leicht“, so Schregle: nämlich genügend Teilnehmer für die Gruppe zu finden.

Bereits beim „Tag der offenen Tür“ im September 2017 stieß das Angebot unter dem Motto „Feuerwehr selbst erleben“ auf großes Interesse. Nach einer Informationsveranstaltung für die Eltern war der komplette Kurs belegt.

Nun können die Betreuer Anna-Lena und Anton Koll loslegen. Einmal monatlich bringen sie den Kindern für jeweils zwei Stunden Gedankengut der Brandschutzfrüherziehung nahe. Natürlich soll die Wissensvermittlung, worauf im Umgang mit Feuer und Hitze im täglichen Leben zu achten ist, ein wenig spannend aufbereitet werden. Auch der Besuch anderer Institutionen aus dem Helferbereich ist geplant.

„Es freut uns brutal, dass wir das so schnell hingebracht haben“, so Kommandant Schregle. Er betont, dass das Programm im Wesentlichen kostenfrei sowie der rechtliche Rahmen abgesteckt ist und die Kinder versichert sind. Weil auch das Projekt „Kinderfeuerwehr“ Geld kostet, freute sich die Wehr über eine „namhafte Spende“ der heimischen Firma „Anlagenbau Oberland“, die für die nötige Anschubfinanzierung sorgte. Zum Start gab es für die kleinen Feuerwehrler schon einmal jeweils eine Weste, auf deren Rückseite das Wort „Kinderfeuerwehr“ prangt, sowie eine passende Mütze.


Emanuel Gronau

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