Gemeinderat Oberhausen

Offene Fragen zum Mobilfunk

Der Gemeinderat Oberhausen tut sich schwer mit dem Thema „Mobilfunk“. Der von der „Telekom“ beantragte Bau zweier Masten im Ort wurde bisher nicht verwirklicht. 

Oberhausen – Wie in anderen Nachbargemeinden auch ist in einigen Ortsteilen in Oberhausen das Mobilfunknetz verbesserungsfähig. Im Grundsatz sind die Oberhausener Gemeinderäte dafür, gemeinsam mit dem Antragsteller „Telekom“ nach zwei geeigneten Standorten zu suchen, einen im Dorf, den anderen in Untermaxlried und am besten auf Liegenschaften der Gemeinde.

Viel mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung, als dies durch den „Mobilfunkpakt Bayern“ geregelt ist, hat die Gemeinde auch nicht, da der Gesetzgeber den Ausbau des Mobilfunks, ähnlich der Landwirtschaft, als privilegiert ansieht; das erläuterte Bürgermeister Thomas Feistl im Laufe der bisweilen emotionalen Sitzung und erhielt dabei Unterstützung von Stefan Reichert: „Es geht nur um den sinnvollsten Standort, eine Diskussion über Mobilfunk an sich ist fehl am Platze.“ Masten unter einer Höhe von zehn Metern sind sogar gänzlich genehmigungsfrei, so Feistl. Zwei Gemeinderäte, die beiden Landwirte Christian Schödlbauer und Michael Pantele, hatten vorher Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Mobilfunkstrahlung geäußert.

Kommunalbeauftragter der „Telekom“ sieht Sache vollkommen anders

Damit standen sie im krassen Widerspruch zu Frank-Peter Käßler, der darauf verwies, dass es dafür keinerlei wissenschaftliche Beweise gebe. Der Kommunalbeauftragte der „Telekom“ erläuterte bei der Sitzung neben technischen Details auch, was seine Firma plane und welche Standorte in Frage kämen. Geprüft und für gut befunden worden sei der Standort am Lärmschutzwall an der B 472. Für weniger gut geeignet hält Käßler die Pfarrkirche auf dem Berg in Oberhausen, weil dort der Ortsteil Berg nicht optimal versorgt würde. Für Untermaxlried sei noch kein exakter Standort auserkoren worden, in Frage komme der Bauhof im Gewerbegebiet an der Ach. Fürs Dorf sei auch der Bereich ums Gasthaus „Stroblwirt“ geeignet, die Gemeinde brachte auch den Beachvolleyball-Platz ins Gespräch.

Versorgung für das ganze Dorf

Käßler drängte den Gemeinderat auf eine Entscheidung noch in dieser Sitzung, ob sie mitmachen wolle und welche Standorte sie bevorzuge. Die „Telekom“ sei ja bereits im Herbst auf die Gemeinde zugekommen, und die Errichtung eines Masten ziehe sich durchaus eineinhalb bis zwei Jahre hin. Theoretisch könnte sich das Unternehmen auch ohne die Gemeinde auf die Suche nach – privaten – Standorten machen. Das Unternehmen will für den ganzen Ort eine ausreichende Versorgung garantieren, Probleme gibt es derzeit zum Beispiel noch im Bereich „Bahnhof-/Dorfstraße“.

Käßler hatte mit seiner Bitte auf eine Festlegung keinen Erfolg, eine Vertagung auf die Sitzung Anfang Juli wurde beschlossen. „Jetzt kommt es auf vier Wochen mehr auch nicht mehr an“, so Gemeinderätin Almut Angele.

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Johannes Thoma

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg (Symbolbild)

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