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Rechenschaftsbericht vor vollem Haus: Bürgermeister Thoma Feistl im „Stroblwirt“. 

Bürgerversammlung Oberhausen

Kommt ein Supermarkt?

Neben dem Biber und dem Hochwasser waren Bauprojekte der Schwerpunkt in der Bürgerversammlung. Und demnächst könnten die Oberhausener einen Supermarkt bekommen – wenn sie einen wollen.

Oberhausen – Probleme machte in vergangenen Jahr „unser aller Freund, der Biber“, so Bürgermeister Thomas Feistl in seinem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung, zu der sich am Montag knapp 200 Besucher beim „Stroblwirt“ eingefunden hatten.

Ein Biber hat die Uferböschung und eine Straße an der Ach untergraben. Die neue Verbauung kostete laut Bernhard Müller vom Wasserwirtschaftsamt rund 100.000 Euro. Nicht erfreulich war auch, was Anton Höck vom Wasserwirtschaftsamt berichtete: Nach Berechnungen des Amts liegen Teile von Maxlried bei Starkregen im Überschwemmungsbereich von Ach und Röllgraben. Dies könne Auswirkungen auf die Versicherungsprämien haben.

Sicher ist laut Feistl jetzt schon, dass die Bürger künftig mehr für ihr Trinkwasser zahlen müssen. Nachdem 25.000 Euro in die Modernisierung der Trinkwasseranlage investiert wurden, müsse der Wasserpreis bei der Neukalkulation 2018 erhöht werden. Günstiger wird die Straßenbeleuchtung, in die 45.000 Euro investiert wurden. Nach der Umstellung auf LED sank der Stromverbrauch um 72 Prozent.

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister auch für Bauwillige. Für das Baugebiet „Berger Au“ beginnt das Bewerbungsverfahren voraussichtlich im ersten Quartal 2018. Sieben der elf Wohnbaugrundstücke sind Teil des Baulandmodells der Gemeinde. Von den großen Bauvorhaben der Gemeinde ist der Bauhof am weitesten fortgeschritten. Hier steht der Umzug kurz bevor. Etwas länger dauert es noch, bis der Kindergarten fertig ist. Der Bezug des 2,7 Millionen Euro teuren Gebäudes soll Mitte 2018 erfolgen. Der Umbau des bisherigen Bauhofgebäudes steht unmittelbar bevor. In dem Gebäude werden eine zentrale Solar- und Pelletsheizung für die umliegenden Häuser sowie Räume für Vereine und Toiletten eingebaut.

Die finanzielle Situation der Gemeinde ist laut Feistl gut. Die Rücklagen betragen derzeit 2,4 Millionen Euro, die Schulden liegen bei null Euro. Dies liege unter anderem an der guten Konjunktur, durch die der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stetig steigt. Heuer werden es voraussichtlich mehr als 1,3 Millionen Euro sein. Allerdings werde auch die Kreisumlage ihren bisherigen Höchstand von knapp 1,1 Millionen Euro erreichen. Das größte Bauvorhaben in Oberhausen könnte ein „Rewe“-Supermarkt werden. Das Unternehmen möchte auf 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche einen Vollsortimenter und einen Getränkemarkt betreiben. Laut Feistl wird in den nächsten Wochen eine Befragung der Bürger gestartet, deren Ergebnis dem Gemeinderat als Entscheidungshilfe bei der Abstimmung über dieses Projekt dienen soll. Die Besucher wollten unter anderem wissen, warum die neue Kindertagesstätte nicht unterkellert ist – Feistl: „aus Kostengründen“–, wie es mit dem Radweg nach Peißenberg weitergeht – Feistl: „Das ist eine never ending story“– und ob ein Mobilfunkmast im Ort errichtet wird – Feistl: „T-Mobile ist auf uns zugekommen“.

Alfred Schubert

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