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Ein Bad in der Menge nahm Ex-„Django 3000“-Bassist Fenzl beim Konzert seiner eigenen Band beim „Stroblwirt“.

„Fenzl“ in Oberhausen  

„Mia san hoaß und brenna lichterloh“

Aus dem Chiemgau, feixte Wirt Franz Strobl, komme ja ganz viel „Zeigl rauf zu uns“. Und noch ehe er zu Ende gesprochen hatte, stürmten 20 der rund 150 Gäste die Tanzfläche – in Erwartung der angekündigten Mischung aus Indie-Rock, Feierabend-Reggae und Funk.

Oberhausen –  Schon nach den ersten Takten war klar: Was Michael Unfried Fenzl nach seiner Trennung von „Django 3000“ auf die Beine gestellt hat, kommt an. An den Tischen hielt es nur noch jene, die mit dem Essen nicht rechtzeitig fertig geworden waren. „Mach ma bissl Party, habt ihr Bock drauf?“ – unnötig zu erwähnen, wie die Antwort des zumeist jungen Publikums nach der ersten Nummer, „I fliag mit dir zum Mond“, ausfiel.

Die Rakete war längst gestartet. Und, um im Bild zu bleiben: Nach einem fulminanten Start gab’s bei Erreichen der Stimmungs-Umlaufbahn eine kleine Verschnaufpause in Form des einzigen nachdenklichen Titels, „Spürst du den Sommer in Dir?“ – von Fenzl, der seinen Bass dafür gegen eine Gitarre getauscht hatte, im Duo mit E-Gitarrist Maximilian Spindler gespielt. Das war’s dann aber auch mit langsam. Wer bis dahin nur staunend im Rhythmus mitgewippt hatte, kam spätestens bei „Tanz, Baby, tanz“ nicht aus. Und gleich mehrere Schippen packten Fenzl und Schlagzeuger Andi Schechinger beim folgenden Instrumental drauf.
Damit die Show ohne Unterbrechung weitergehen konnte, versorgte der Wirt die Musiker schnell mit Handtüchern. Denn es sollte noch schweißtreibender werden. Mit „Fire“ machte Fenzl Tempo, „mia san hoaß und brenna lichterloh“, und die Mähne von Gitarrist Tobi Kastl schien im Sound-Feuersturm zu wehen. Bei so viel überirdischen Vibes kann schon mal vorkommen, dass man meint: „D’Welt is a Scheibn“ – aber das ist dann auch schon wurscht. Denn das neue Motto von Fenzl ist „Dea ma wos ma woin!“. 

Nächster Kulturtermin

der „Stroblbühne“: Musikkabarett mit Stephan Zinner am kommenden Samstag, 17. März, 20 Uhr. Restkarten: Telefon 08802/222.

Myrjam C. Trunk

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