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Kleinkunst-Begeisterte: Katja und Franz Strobl.

Kleinkunst auf der "Stroblbühne"

„Wär'schön, wenn Leute mal was ausprobieren“

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Oberhausen -  Stars wie„Da Huawa, da Meier und i“ oder Christian Springer spielen regelmäßig auf der Oberhausener „Stroblbühne“. Doch dem Wirts-Ehepaar Katja und Franz Strobl liegen auch Unbekanntere und der Nachwuchs am Herzen (siehe Programm re.). Über ihre Erfahrungen damit sprechen die beiden Kleinkunst-Begeisterten im Interview.

Auf der „Stroblbühne“ hat schon mancher klein angefangen, der später groß rauskam. Bei wem sind Sie auf Ihre Spürnase besonders stolz?

Franz Strobl: „LaBrassBanda“! Die hatten wir vor Jahren nach einem Konzert in der „Registratur“ in München engagiert – dort waren 30 Leute, die hat damals keiner gekannt. Oder „Django 3000“: Die waren bei uns mal Vorband von Mathias Kellner... Zu ihrem heutigen Preis können wir uns die leider nicht mehr leisten.

Lohnt es sich, auch Unbekanntere auftreten zu lassen?

Katja Strobl: Finanziell oft nicht. Ein Konzert mit 30 Zuhörern oder weniger ist ein Draufzahlgeschäft...

Franz Strobl: ...aber es ist unser Anspruch, den Jungen eine Chance zu geben. Zum Teil finanzieren wir mit den ausverkauften Konzerten die kleinen Konzerte mit. Und von uns aus sagen wir grundsätzlich kein Konzert ab. Sobald mehr Leute im Publikum sitzen als auf der Bühne, versuchen wir das durchzuziehen. Wir zahlen auch jedem Künstler eine Mindestgage – zwischen 200 und 500 Euro.

Demnächst spielen bei Ihnen Newcomer wie „Dee vier“ oder Stefan Kröll. Woher kennen Sie die alle?

Katja Strobl: Manche bewerben sich, andere werden empfohlen, aber viele sehen wir selbst irgendwo.

Franz Strobl: Was für tolle Sachen und was für Schmarrn wir schon gesehen haben...! Manchmal denk’ ich: Wär’ schon schön, wenn mehr Leute einfach mal was auf Verdacht ausprobieren würden.

Gab’s auch Künstler, die Sie holen wollten, aber nicht bekommen haben?

Katja Strobl: Ja, den Andreas Giebel. Da kam von der Agentur die Auskunft, dass er nicht mehr in Wirtshäusern spielt.

Franz Strobl: Und dann gibt’s wieder Leute wie den Christian Springer, der gesagt hat, er spielt lieber bei uns als im Weilheimer Stadttheater.

Was ist das schönste Kompliment, das die „Stroblbühne“ bisher bekam?

Katja Strobl: Da gibt’s viele... Ins Gästebuch schrieben manche: „Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!“. Oder wenn ein Helmut Schleich am nächsten Tag anruft: „Ich wollt’ nur sagen, euer Kuchen war klasse!“. Aber das schönste Kompliment ist einfach, dass viele gern wiederkommen.

Info im Internet

unter www.stroblwirt.de.

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