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Gruppenbild mit Spitzenkandidatin: Anneliese Reichert (sitzend 3.v.l.) führt nicht nur die Liste von „Tradition und Fortschritt“ an, sondern will auch Bürgermeisterin werden.

Kommunalwahl 2020

Zweiter Versuch: Reichert will Bürgermeisterin werden

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In Oberhausen tritt Anneliese Reichert bei der Kommunalwahl 2020 erneut als Bürgermeisterkandidatin an. Die Liste „Tradition und Fortschritt“ nominierte die 58-Jährige einstimmig. Es ist ihr zweiter Versuch, den Chefsessel im Rathaus zu erobern.

Oberhausen – Ihr erster Anlauf war 2014 noch gescheitert, jetzt unternimmt Anneliese Reichert den nächsten Anlauf auf das Bürgermeisteramt in Oberhausen. Die 58-jährige Journalistin und Praxismitarbeiterin aus Berg wurde von ihrer Liste „Tradition und Fortschritt“ einstimmig als Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl im März 2020 gekürt. Bei der Aufstellungsversammlung im Restaurant „La Cantina“, zu der die Presse nicht eingeladen war, packte die Gruppierung zudem die 14-köpfige Gemeinderatsliste in trockene Tücher.

Kommunalwahl 2020: Reichert ist durch viele Gespräche bestärkt worden

Reichert hatte „Tradition und Fortschritt“ 2013 mitinitiiert. Bei der Wahl vor fast sechs Jahren verlor sie mit knapp über 37 Prozent der Stimmen gegen den ebenfalls erstmals angetretenen Thomas Feistl (Parteifreie Wählerschaft, 62,99), zog aber in den Gemeinderat ein. Aus dem Stand heraus errang ihre Gruppierung drei Sitze. Im Gremium ist Reichert unter anderem Jugendreferentin und organisiert das Ferienprogramm der Kommune. Sie habe sich die Entscheidung für eine erneute Kandidatur „nicht leicht gemacht“, sagt die 58-Jährige – sei aber durch viele Gespräche darin bestärkt worden.

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Reichert („Ich möchte, dass das Miteinander funktioniert“) kündigt auf Nachfrage „neue Perspektiven und Visionen“ für Oberhausen an. Zudem gebe es folgende Schwerpunkte: Umwelt, Bauen, Wohnen, Mobilität, Verkehrsberuhigung, bessere ÖPNV-Anbindung, Rad- und Gehwegbau, Ortsbildgestaltung sowie „Älter werden und Jung sein in Oberhausen“. Reichert denkt an ein Mehrgenerationenhaus genauso wie an eine Tagespflege, zudem sei der soziale Wohnungsbau wichtig. „Es darf auch was Neues kommen“, sagt sie über die dörfliche Zukunft. Reichert zieht dabei das Beispiel des heuer angelaufenen barrierefreien Rathaus-Umbaus heran: „Der Rathauslift ist vor sechs Jahren belächelt worden, heute wird er gebaut.“

Kommunalwahl 2020: Reichert hofft auf Wahlkampf, der das Dorf nicht spalte

Mit Anneliese Reichert hat Oberhausen mit seinen fast 2200 Einwohnern nun gleich drei Bewerber für das Bürgermeisteramt: Bereits nominiert waren Amtsinhaber Thomas Feistl und Andreas Reichel (ÖDP). Die Spitzenkandidatin von „Tradition und Fortschritt“ jedenfalls hofft auf „einen unkomplizierten, ruhigen, und fairen Wahlkampf“, der das Dorf nicht spalte.

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Bei der laut Reichert ebenfalls einstimmig verabschiedeten Gemeinderatsliste mit 14 Bewerbern gibt es auf den vorderen Plätzen keine Überraschungen: Neben der Frontfrau sind dort mit Josef Berchtold und Stefan Reichert die anderen beiden aktuellen Räte von „Tradition und Fortschritt“ zu finden.

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