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Die Telekom sucht in Oberhausen zwei Standorten für ihre mobilfunkmasten.

Anfrage der Telekom

Mobilfunk: Oberhausen muss entscheiden

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Bislang gibt es in Oberhausen keine Mobilfunkmasten. Das will die Telekom ändern. Am 4. November gibt es zu dem Thema eine Bürgerversammlung. 

Oberhausen – Es ist ein langwieriges Thema in Oberhausen, auch der Gemeinderat tat sich bislang schwer mit einem Beschluss: Die Telekom möchte zwei Mobilfunkmasten im Dorfgebiet aufstellen und hat dazu eigens die Gemeinde um Standortvorschläge gebeten. Zu dem Thema gibt es nun am Montag, 4. November, eigens eine Bürgerversammlung.

Standorte wurden untersucht

Eigentlich ist der Herbst in Oberhausen Zeit für Rechenschaftsbericht und Ausblick des Bürgermeisters. Thomas Feistl (Parteifreie Wählerschaft) verzichtet angesichts der Aktualität der Mobilfunk-Frage allerdings darauf. Stattdessen wird bei dieser Bürgersammlung Hans Ulrich vom Münchener Ingenieurbüro „Funktechanalyse“ die Ergebnisse der Standortuntersuchungen präsentieren.

Telekom will zwei Masten bauen

Die Telekom hat bereits vor einiger Zeit im Rathaus wegen zweier Standorte für Mobilfunkantennen auf gemeindlichen Flächen nachgefragt. Wie berichtet, wollte das Unternehmen die Anlagen im Bereich B 472/Gasthaus Strobl und im Ortsteil Untermaxlried errichten. In mehreren Sitzungen hat sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst und dann beschlossen, ein Fachbüro zu beauftragen, das ein Immissionsgutachten erstellen soll. Denn neben einer guten Mobilfunkversorgung solle die Strahlenbelastung so gering wie möglich gehalten werden, hieß es damals im Gremium.

Kommunen können mitreden

Die Kommunen haben im Dialogverfahren im Rahmen des „Mobilfunkpakts Bayern“ die Möglichkeit, bei der Standortsuche mitzureden. Die Mobilfunkbetreiber haben sich verpflichtet, vorgeschlagene Alternativen zu prüfen.

Wildsteig ist Vorbild

Erst heuer hatte im Landkreis die Gemeinde Wildsteig dem Konzern ein eigenes Areal für einen Mobilfunkmast angeboten – die Telekom akzeptierte den Standort. Der Gemeinderat segnete die Errichtung, wenn auch zähneknirschend, einstimmig ab.

Telekom macht Druck

Im Fall Oberhausen hat die Telekom bereits Druck gemacht. Das Unternehmen zeigte sich nicht glücklich darüber, dass sich das sensible Thema in die Länge zog: Bereits im Sommer 2018 drängte der Konzern darauf, dass schnell eine Entscheidung getroffen wird. 

Zeit wird knapp

Jetzt wird die Zeit knapp für den Gemeinderat. Die Oberhausener müssen sich „noch vor Jahresende“ zu den möglichen Standorten äußern, teilt zweiter Bürgermeister Rudolf Sonnleitner (CSU/Parteifreie) auf der gemeindlichen Internetseite mit. Andernfalls könne sich die Telekom auf dem freien Markt umsehen. Die Kommune habe dann „nicht mehr viel mitzureden“, mahnt auch Rathauschef Feistl auf Nachfrage. 

Noch keine Details

Konkrete Details zu den zwei vom Fachbüro untersuchten Standorten will Feistl im Vorfeld der Bürgerversammlung nicht nennen. Er sagt lediglich, dass es sich um gemeindliche Flächen handelt.

Eigentliche Bürgerversammlung im Februar

Der Termin für die eigentliche Bürgersammlung wurde in das kommende Jahr, kurz vor der Kommunalwahl im März, gelegt: Rathauschef Feistl wird am Dienstag, 4. Februar, um 20 Uhr im „Stroblwirt“ über die Geschehnisse in der Gemeinde berichten.

Info

Beginn der Mobilfunk-Bürgerversammlung am Montag, 4. November, ist um 19 Uhr beim Stroblwirt.

Lesen Sie auch: Aktionsgruppe gegründet: Bürger machen gegen 5G-Netz mobil

Ebenfalls interessant: Weilheim: Neuer Mobilfunkmast bei der Kläranlage.

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