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Zum Konzert von „Dreiviertelblut“ mit Sänger Sebastian Horn (v.l.) kamen viele Fans.

Oberbayerische Band im „Stroblwirt“

Nur Vollblutmusiker bei „Dreiviertelblut“ 

Für ein ausverkauftes Haus sorgte die oberbayerische Band „Dreiviertelblut“ beim „Stroblwirt“ in Oberhausen. Wirt Franz Strobl fasste den  Auftritt der sieben Musiker schon im Vorfeld zusammen: „Ihre Musik kann man einfach nicht beschreiben.“

Oberhausen – Ein Versuch, die wirklich tollen Stücke zu beschreiben, fällt nicht leicht. Musikalisch einreihen kann man „Dreiviertelblut“ jedenfalls in der Liga von „LaBrassBanda“ und „Koflgschroa“. Genauso einen mitreißenden Sound fabrizieren Dominik Glöbl (Trompete, Flügelhorn), Gerd Baumann (Gesang, Gitarre), Florian Rein (Schlagzeug, Posaune), Luke Cyrus Goetze (Gitarre), Benny Schäfer (Kontrabass) und Florian Riedl (Klarinette). Und nicht zu vergessen ist Sänger Sebastian Horn von den „Bananafishbones“, der zusammen mit Gerd Baumann „Dreiviertelblut“ 2012 ins Leben rief. Baumann haucht mit seiner unglaublichen Stimme, mit seinem Charisma, den Stücken Leben ein. Dass er in frühen Jahren geprägt wurde von Liedern und Texten des österreichischen Liedermachers Ludwig Hirsch, merkt man. Wie teilweise morbid, beinahe gruselig die Texte von „Dreiviertelblut“ rüberkommen, ist schon einmalig. Man wird richtiggend hineingesogen in die Werke. Zum Beispiel, als Baumann während des Lieds „ Mia san ned nur mia“, Trump imitierend, ein „America first“ herausschreit. Ein Stück, das mehr als nachdenklich macht und tief unter die Haut geht.

Das merkt man auch an der Reaktion des Publikums. Nur wenige Zuhörer kannten die Band nicht. Die meisten waren Fans, sangen bei Stücken mit, jubelten schon beim ersten Lied. Und gerne hätte man getanzt mit „Dreiviertelblut“, als Baumann aufforderte „Wuist Du mit mir danzn“ – wenn denn Platz gewesen wäre im vollen Saal beim „Stroblwirt“. Manche Songs behandeln, feinfühlig beobachtet, typisch menschliche Charakterzüge, manche Lieder sind nahezu lyrisch und verspielt. Da hört man Wortkombinationen wie „Sternschnuppenradau“. Einfach zum Träumen schön.

Nächste Kulturtermine

der „Stroblbühne“ Oberhausen: Bayerisches Kabarett mit „Da Bobbe“ am kommenden Donnerstag, 8. März, 20 Uhr • „Der Berg groovt“ mit Toni Bartls „Alpin Drums“ am Freitag, 9. März, 20 Uhr • Konzert des Ex-„Django 3000“-Bassisten „Fenzl“ („Dea ma, wos ma woin!“) am Samstag, 10. März, 20 Uhr • Konzert „Orchester Kurzweil“ am Sonntag, 11. März, 19 Uhr. Info/Karten: Tel. 08802/222, stroblbühne.de.

Regina Wahl-Geiger

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