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Raum für neue Ortsmitte: Die Gemeinde will das Areal als Treffpunkt für Oberhausen umgestalten.

Gemeinderat macht Weg frei

Oberhausen bekommt neue Ortsmitte - die Bürger dürfen mitreden

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Die Gemeinde Oberhausen beteiligt beim Bau eines Dorfplatzes die Bevölkerung: Es wird eigens eine Planungswerkstatt veranstaltet. Darauf verständigte sich der Gemeinderat. 

Oberhausen– Dem idyllischen Oberhausen fehlt eines: ein richtiger Dorfplatz als Treffpunkt. Das soll sich im Zuge des Rathaus-Umbaus ändern. Die Gemeinde will die Freiflächen vor dem Gebäude, einst Spielplatz des Kindergartens, für eine neue Ortsmitte nutzen. Zudem sollen ins Erdgeschoss des Rathauses ein Café und ein Friseur kommen. Die Umgestaltung des Areals wird ein öffentlicher Prozess: Interessierte Bürger können bei einer Planungswerkstatt Anregungen einbringen und den Architekten bei deren Entwürfen über die Schulter schauen – mit diesem Vorgehen hat die Kommune gute Erfahrungen im Zuge des Rathausumbaus gemacht. Angedacht ist wieder, drei Architektenbüros einzuladen. Eine Jury kürt den Sieger, der vom Gemeinderat den Auftrag bekommt.

Der Wettbewerb ist nötig, damit die Städtebauförderung Geld gibt. 60 Prozent Zuschuss stehen laut Bürgermeister Thomas Feistl (Parteifreie Wählerschaft) im Raum. Positive Signale gebe es bereits. Die Regierung von Oberbayern „begrüßt grundsätzlich die Form von Wettbewerben“, erklärte er.

Der Gemeinde machte nun den Weg dafür frei: Einstimmig beschloss der Rat, dass das Büro „AKFU Architekten“ wie schon beim Rathaus die Organisation und Moderation übernimmt. Die Germeringer verlangen rund 8700 Euro plus Nebenkosten. Eine Summe, die nicht jedem im Gremium auf Anhieb taugte. „Da ist ein Haufen Geld“, sagte Stefan Reichert („Tradition und Fortschritt“), der sich fragte, ob es eine derartige Betreuung überhaupt brauche. „Da gehört ein bisserl mehr dazu“, verwies Bürgermeister Feistl auf die fachliche Vorbereitung und Grundlagenermittlung, die für den Wettbewerb nötig sei. Diese könne die Kommune nicht leisten. Immerhin handelt es sich bei dem Areal um circa 4600 Quadratmetern, zwischen Rathaus, Feuerwehr, Ecke Dorfstraße/Bahnhofstraße und Maibaum. Ingeborg Krabler (SPD/Unabhängige Wählerschaft) sprach sich für „einen Profi“ aus, der die Oberhausener an die Hand nimmt. „Es sollte Hand und Fuß haben.“ Almut Angele (SPD/Unabhängige Wählerschaft) regte eine eigene Bürgerveranstaltung im Vorfeld an, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen. „Die Planungswerkstatt ist eine Bürgerbeteiligung“, so Feistl.

Am Ende stimmte der Gemeinderat geschlossen dafür, dass die Freiflächen neu gestaltet werden. Im gleichen Atemzug wurde der erste Auftrag vergeben: Die vermessungstechnischen Leitungen werden für rund 1875 Euro vom Ottobrunner Büro „Fernkorn“ übernommen.

Der Bürgermeister stellt nun den Förderantrag in München. Gibt es grünes Licht, können die Planer loslegen. Die Planungswerkstatt soll laut Feistl noch heuer über die Bühne gehen. In trockenen Tüchern ist bereits die Friseur-Frage: Der Gemeinderat hat den Betrieb an einen heimischen Interessenten vergeben. Für das Café laufen Gespräche.

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