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Das Wasserhaus im Ortsteil Berg: Dort wurde die Darmkeime bei einer Kontrolle entdeckt. Das Trinkwasser muss bis auf weiteres abgekocht werden

Oberhausen

Trinkwasser muss weiter abgekocht werden

Oberhausen - Die Oberhausener Bürger sollen ihr Trinkwasser weiter abkochen - auch wenn der Anteil der Bakterien schon wieder zurückgegangen ist. 

Die Oberhausener sollen ihr Trinkwasser – vor allem das für Kleinkinder sowie ältere und kranke Menschen – weiterhin abkochen. Das rät das Gesundheitsamt, nachdem am Wochenende am Hochbehälter im Ortsteil Berg bei einer routinemäßigen Kontrolle E.-coli-Bakterien festgestellt worden sind. Diese Art der Bakterien lassen auf eine fäkale Verunreinigung schließen, so Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes. 

Für gesunde Menschen bestehe keine Gefährdung. Bis zum Montagnachmittag wurde das Trinkwasser vom THW-Ortsverband Starnberg gechlort. Um am Dienstag, 4. Oktober, eine erneute Probe nehmen zu können, wurde die Chlorung dann eingestellt. Zudem hätten sich die Messwerte gebessert. „Wir gehen davon aus, dass morgen wieder alles in Ordnung ist“, so Breu am Montag. Die Ergebnisse werden allerdings erst am Donnerstag vorliegen. Deshalb sollte das Wasser auch weiter abgekocht werden, wenn es etwa zur Nahrungszubereitung, zum Trinken oder zum Zähneputzen verwendet wird.

Betroffen sind alle Oberhausener, da die Wasserversorgung des Ortsteils Berg und die von Oberhausen miteinander verbunden sind. Sofort nach Bekanntwerden der Ergebnisse am Samstagvormittag hatte die Gemeinde die Bürger mit Wurfzetteln, Durchsagen und auf ihrer Homepage informiert. „Das hat bestens geklappt“, so Breu über die Zusammenarbeit mit Gemeinde und Wasserbeschaffungsverband. „Erste Untersuchungs-Zwischenergebnisse zeigen eine deutliche Wirkung der bisherigen Maßnahmen. Es konnte bereits bei der ersten Wasserprobe eine Reduzierung der Bakterien um rund 80 Prozent festgestellt werden“, vermeldete die Gemeinde am Montagmorgen auf ihrer Homepage. Sollte wider Erwarten auch die Probe vom Dienstag eine Belastung mit den Darmkeimen anzeigen, könnte die Gemeinde auch den Notverbund mit der Nachbargemeinde Huglfing aktivieren. Ursache der Verschmutzung könnte sein, dass vor der Probenentnahme die Leitung mittels eines Hydranten gespült wurde, und so die Keime ins Trinkwasser gelangt sein könnten.

Text: Johannes Thoma

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