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Gefeiert auf der „Stroblbühne“: Die Sandersdorfer Band „Pam Pam Ida“ um Sänger/Gitarrist Andi Eckert. 

„Pam Pam Ida & das Silberfischorchester“

Dieser „Schmarrn“ hat Zukunft

Die Newcomer  „Pam Pam Ida & das Silberfischorchester“ wickelten nicht nur die Mädels um den Finger.  „Schuld“ daran war ihr bayerischer Charme.

Oberhausen – „Pam Pam Ida & das Silberfischorchester“. Bitte was? Wer sich nach dem ausgefallenen Namen erkundigt, erhält eine ebenso ausgefallene Antwort. „Pam Pam Ida“ sei dem Trommler im Traum eingefallen. Und weil das doch „zu nebulös“ gewesen sei, habe man „das Silberfischorchester“ hinzugefügt. Ach so – das macht natürlich alles gleich viel klarer! Eines indes wird wirklich klar: Die sechs jungen Musiker aus Sandersdorf bei Eichstätt haben Fantasie, jedenfalls ihr Frontmann Andi Eckert, dem der „ganze Schmarrn eifallt“.

Als er im August 2016 in der „Bayernchronik“ von Bayern 2 zu Gast war, um das neue Nebenprojekt der schon etwas bekannteren Band „Ludwig Two“ vorzustellen, hatte „Pam Pam Ida“ gerade mal zwei Lieder im Repertoire und noch kein einziges Konzert absolviert. Das hat sich nun geändert: Nach der Premiere in Ingolstadt am 18. Januar und einem Kurzauftritt im Münchener Vereinsheim kam Oberhausen in den Genuss des zweiten echten Konzerts der Newcomer, die ihr Publikum nach einer kurzen Aufwärmphase von den Stühlen rissen. Und das im Wortsinne, denn Andi wollte den leeren Raum vor der Bühne unbedingt bevölkert sehen. Die meisten der überwiegend jungen Besucher kamen der Aufforderung gerne nach und wippten, mit oder ohne Bierglas in der Hand, zu den fetzigen Silberfisch-Klängen.

So richtig getanzt wurde allerdings nicht, was vielleicht auch daran lag, dass man den selbst geschriebenen bayerischen Texten, die auf kluge und witzige Art Alltagsprobleme vom Liebeskummer bis zum Fremdenhass behandeln, einfach zuhören wollte. Diese treffen auf eine gut gemachte, mitreißende Musik, die nicht zuletzt von den tollen stimmlichen Möglichkeiten Eckerts profitiert. Er kann ganz zart klingen, aber auch so richtig voll aufdrehen. Und die Mädels im Saal hat er sowieso nach kürzester Zeit um den Finger gewickelt, wie der zunehmende Schrillfaktor in der Beifallskundgebung bewies.

Außer singen und (gescheit!) moderieren konnte er auch noch diverse Blasinstrumente spielen – dazu sein frecher, jungenhafter Charme: eine echte Allzweckwaffe. So war der Abend auch ganz auf ihn zugeschnitten. Trotzdem kam die Band als stimmige Einheit rüber. Und die Kommunikation mit dem Publikum klappte ebenfalls bestens, ob dieses nun brav in den Obertongesang einzustimmen versuchte, nach einmaligem Üben tadellos einen Refrain pfiff oder auf Handzeichen den Chor „Hm? Aha! Jaja…“ sang.

Spaß haben jedenfalls alle an diesem Abend. Und so wollten die „Zugabe!“-Rufe auch nicht enden. Als erstes gibt’s noch einen original bayerischen Dreig’sang (ein Lied über „Jennifer“ in Anlehnung an „Bauer sucht Frau“) und dann einen fetzigen Rausschmeißer, der in lautem Jubel endet. „Wir sehen uns wieder“, rief Eckert in den Saal. Jawohl – denn Christian, Tom, Charlie, Daniel, Julian und Andi sind am 10. November wieder auf der „Stroblbühne“ zu erleben.

Sabine Näher

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