Die „Telekom“ reagiert wenig erbaut

Schwierige Standortsuche für Mobilfunkmasten in Oberhausen

Die Suche nach zwei Standorten für Mobilfunkmasten in Oberhausen zieht sich hin. Nachdem die Gemeinde ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte, reagierte die „Telekom“ wenig erbaut.

Oberhausen – Um die von Betroffenen als „mäßig“ bezeichnete Mobilfunkversorgung im Ort zu verbessern, möchte das Unternehmen „Telekom“ im Bereich „B 472/Gasthaus Strobl“ und im Ortsteil Untermaxlried zwei Masten errichten (wir berichteten). In mehreren Sitzungen hat sich der Oberhausener Gemeinderat mit dem Thema befasst und dann beschlossen, ein Fachbüro zu beauftragen, das ein Immissionsgutachten erstellen soll. Denn neben einer guten Mobilfunkversorgung solle die Strahlenbelastung so gering wie möglich gehalten werden, hieß es im Gemeinderat.

Dieses Gutachten, das rund 6000 Euro kostet und bei der Ratssitzung noch nicht vorlag, hat dazu geführt, dass die „Telekom“ einem Dialogverfahren weniger aufgeschlossen als früher gegenübersteht, so Bürgermeister Thomas Feistl nach der Sitzung, bei der er den aktuellen Sachstand erläuterte. Bereits bei der Sitzung im Juni hatte ein Vertreter der Firma auf eine schnelle Entscheidung gedrängt.

Kommunen sollen bei Standortsuche mitreden

Ziel eines Dialogverfahrens im Rahmen des „Mobilfunkpakts Bayern“ ist es, Kommunen die Möglichkeit zu geben, bei der Standortsuche mitzureden. Die Mobilfunkbetreiber haben sich verpflichtet, Standortalternativen, die die Kommune vorschlägt, zu prüfen.

Schlägt dieses Dialogverfahren jedoch fehl, können sich die Unternehmen ohne Rücksprache auf die Suche nach einem Standort machen. Da der Mobilfunk ähnlich der Landwirtschaft im Baurecht privilegiert ist, können Gemeinden entsprechende Pläne kaum verhindern.

Auch deshalb möchte die Gemeinde Oberhausen laut Feistl weiter mit der „Telekom“ im Gespräch bleiben. Ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss fiel einstimmig aus.

Von Johannes Thoma

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Gollnow

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