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Stern über Oberhausen

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Von: Magnus Reitinger

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Auf Arabisch hat die „Unterbiberger Hofmusik“ den Text von „Rehragout“ aufgeschrieben.Einige Zuhörer beim Oberhausener „Stroblwirt“ konnten es tatsächlich lesen – und alle sangen mit. foto: gronau
Auf Arabisch hat die „Unterbiberger Hofmusik“ den Text von „Rehragout“ aufgeschrieben.Einige Zuhörer beim Oberhausener „Stroblwirt“ konnten es tatsächlich lesen – und alle sangen mit. © Gronau

Oberhausen – Melodien, die tief ins Herz zielen. Blechbläser, die ihre zarteste Seite zeigen. Und Zuhörer, die engelsgleich „Gloria in excelsis deo“ mitsingen... Das gab es bei der "Unterbiberger Hofmusik".

 Was die „Unterbiberger Hofmusik“ am Sonntagabend auf der Oberhausener „Stroblbühne“ bot, hatte alles, was ein Adventskonzert eben so ausmacht. Nur eines nicht: Adventskitsch. „Stern über Biburg“ – so heißt das Programm für die „staade Zeit“ – vertraut aufs Echte: auf immerjunge Bach-Choräle, die blitzsauber aus Trompeten, Hörnern und Tuba strahlen; aber auch auf mexikanische Weihnachtsrhythmen, die pure Fröhlichkeit versprühen. Dazwischen beseelen das Publikum melodietrunkene Eigenkompositionen wie die Unterbiberger „Unterweihnacht“ oder der „Christmas Waltz“, den Gaststar Wolfgang Lackerschmid, Deutschlands bekanntester Vibraphonist, schon mit Jazzlegende Chet Baker aufgenommen hat.

Lackerschmid zauberte eh wahren Weihnachtsglitzer in die bei anderer Gelegenheit gern mal wilde Familienmusik der Himpsls: Vater Franz Josef und Sohn Xaver Maria an den Trompeten, Mutter Irene am Akkordeon, Sohn Wiggerl am Waldhorn und Schlagzeug, Nesthäkchen Franz jr. am Horn, dazu der großartige Tubist Konrad Sepp – zu siebt ließen die „Unterbiberger“ in Oberhausen den Stern aufgehen. Und sowohl freche Weihnachtsgeschichten von Helmut Eckl und Robert Gernhardt, als auch der Hit vom „Rehragout“, den die Musiker, inspiriert von der „Strobl“-Spreisekarte, spontan einfügten, trugen zur wunderbar-gelösten und doch festlichen Stimmung der rund 70 Gäste bei. Die sangen das „Rehragout“ sogar auf Arabisch mit – die „Hofmusik“ hat den Text Mitte Oktober für die Eröffnung des Goethe-Institus in Kairo übersetzt.

Klingt gar nicht adventlich, all das? Im Gegenteil! Einen feineren, stimmigeren 1. Advent hätte man sich nicht wünschen können.

Nächster Kulturtermin

beim „Stroblwirt“: „Die Primatonnen“ mit „Tonnenweis(s)e Weihnacht 2“ am Sonntag, 11. Dezember, 19 Uhr. Info: 08802/222.

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