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Auf dieser Wiese soll der Supermarkt gebaut werden.

oberhausen

Supermarkt oder nicht? Befragung soll Klarheit bringen

Soll Oberhausen einen Supermarkt bekommen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Gemeinderat seit geraumer Zeit. Ein einheitliches Stimmungsbild im Dorf gibt es nicht, deshalb startete die Gemeinde jetzt eine Bürgerbefragung.

Oberhausen – Bei der Bürgerversammlung vor rund zwei Monaten machte Bürgermeister Thomas Feistl die Anfrage der Firma „Konzeptbau GmbH“ öffentlich, die auf der Wiese an der B 472/Dorfstraße einen Supermarkt für das Handelsunternehmen „Rewe“ mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, einem Getränkemarkt und 80 bis 100 Parkplätze errichten möchte.

Ob der Supermarkt gebaut werden kann, darüber entscheidet die Gemeinde. Denn sie ist im Besitz des Grundstücks. Das Stimmungsbild im Dorf und auch im Gemeinderat sei keineswegs eindeutig. „Es ist keiner hellauf begeistert, aber auch keiner total dagegen“, so Feistl über die Ansichten im Gemeinderat. Deswegen soll die Bürgerbefragung ein Stück mehr Klarheit bringen. Bis zum 28. Januar können alle 1884 angeschriebenen Oberhausener den Fragebogen an die Gemeinde schicken oder in den Briefkasten einwerfen. Die Resonanz ist groß, der Briefkasten quoll schon mehrfach über.

Im Anschreiben stellt Feistl die möglichen Vorteile – 12.00 Artikel im Sortiment, lange Öffnungszeiten, Ausbildungs- und Arbeitsplätze, großer Parkplatz, der auch bei Sportveranstaltungen genutzt werden könnte – den möglichen Nachteilen – aussterbende Dorfmitte, Konkurrenz zum bestehenden Supermarkt mit Umsatzeinbußen, Verlust von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und mehr Verkehr – gegenüber. Auch Feistl selbst hat keine klare Meinung, einerseits geb es ein funktionierende Nahversorgung im Ort, andererseits „kann es nicht Aufgabe der Gemeinde sein, das Monopol eines Unternehmers zu schützen“.

Zu denjenigen, die dem Vorhaben skeptisch gegenüberstehen, zählt neben Landwirt Martin Habermeier, der die Wiese von der Gemeinde gepachtet hat, auch der Betreiber des bestehenden „Edeka“-Supermarktes „Nah und gut“ und der „Landmetzgerei“, mit insgesamt rund 350 Quadratmetern Verkaufsfläche, Georg Schneider. Er wünscht sich, dass die Dorfmitte ebenso erhalten bleiben soll wie der Frieden im Dorf. Allerdings fürchtet er Umsatzeinbußen für sein Unternehmen (17 Angestellte), sollte sich der Handelsriese im Dort niederlassen. Auch seine Nachfolge sei geregelt, so der 55-Jährige. Sein Neffe werde den Betrieb in Oberhausen und die Filiale in Weilheim in rund zehn Jahren übernehmen. Zudem habe er auch kräftig investiert in den vergangenen Jahren, zum Beispiel in Maschinen und moderne Kühlräume. Die Metzgerei existiert laut Schneider seit über 50 Jahren, der Lebensmittelladen seit rund 30 Jahren.

Bei einer nichtöffentlichen Sitzung sprach Schneider zum Gemeinderat und stellte seine Argumente vor, die gegen die Ansiedlung sprechen. Die 

Wiese sei doch auch ein idealer Standort, um dringend benötigtes Bauland für junge Einheimische zu schaffen, lautete eines seiner Argumente.

Johannes Thoma

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