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Ein prächtiger Anblick bot  sich  den Besuchern bei der Feldmesse.   
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Leonhard  Schmid jun (links) und Georg Sterzer jun.  (rechts)  ehrten treue Mitglieder 
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Beim  Festzug: die Oberhausener  Feuerwehr
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Beim Festzug  dabei:  der Musikverein Polling
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Beim Festzug dabei:  die  „Tiefenbachtaler“  aus  Etting
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Beim Festzug

100 Jahre Trachtenverein „Edelweiß“

Hunderte Trachtler feierten in Oberhausen

„Sie geben Gott, was Gott gehört, und dem Dorf, was es bereichert.“ Angelehnt ans Matthäus-Evangelium bedankte sich Pater John bei der Feldmesse beim Trachtenverein Oberhausen, der sein 100-jähriges Bestehen feierte. Seine Predigt beendete er mit einem Witz.

Oberhausen – Bei brütender Hitze sprach der Ortsgeistliche am blumengeschmückten Altar auf der Wiese oberhalb der Pfarrkirche vor rund 400 Gläubigen über das, was die Trachtler seit 100 Jahren leisten – für die Gemeinschaft, aber auch für den Glauben: Tradition und Brauchtum würden seit 100 Jahren genauso gepflegt wie die Liebe zu Gott. Jeder Christ trage schließlich immer „eine Tracht namens Jesus Christus“. Die könne allerdings kein Schneider anfertigen.

Nachdem Pater John die restaurierte Fahne des Trachtenvereins, die Jahrzehnte verschollen und erst vor Kurzem wiederentdeckt worden war, geweiht hatte, die Fürbitten gesprochen waren, erzählte er den Gläubigen zum Ende seiner Predigt einen Witz: Eine Frau kommt in den Himmel und möchte zuallererst wissen, wo ihr Mann ist. Der lässt sich jedoch auch mit Petrus’ Hilfe partout nicht finden, weder bei den normalen Himmelsbewohnern noch bei den „Heiligen“. Als Petrus von der Frau erfährt, dass die Ehe stolze 48 Jahre gedauert hat, weiß er Rat: „Den finden wir bei den Märtyrern.“

Ähnlich ungezwungen wie das Ende der Feldmesse verlief auch der Festzug, der sich von der Wiese über die Pfarrkirche hinunter zum Festzelt beim Rathaus zog. Angeführt von den „Oberhauser Musikanten“, folgten die Gastgeber vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein „Edelweiß“ Oberhausen, die Nachbarvereine aus Peißenberg, Huglfing, Etting und Polling, die ebenfalls Mitglied in der Oberländer Trachtenvereinigung sind, samt den jeweiligen Musikkapellen, ehe die Ortsvereine das Ende des Zuges bildeten. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Thomas Feistl, MdB Alexander Dobrindt und Landrätin Andrea-Jochner-Weiß, die sich zu Fuß in den Festzug einreihten. In der Ehrenkutsche saßen nämlich neben Pater John verdiente Frauen des Trachtenvereins.

In verschwitzte, aber auch zufriedene Gesichter sahen die Besucher dann beim Einmarsch der Zugteilnehmer ins Festzelt, unter ihnen auch die „Oberhauser Musikanten“. Während die anderen sich jetzt eine Pause gönnen konnten, ging es für die heimische Kapelle sofort weiter auf die Bühne, um die Gäste musikalisch zu begrüßen. Die Oberhausener hatten bereits die Feldmesse musikalisch untermalt. Und beim Heimatabend am Samstag spielten ebenfalls die einheimischen Musiker, als die beiden Vorsitzenden Georg Sterzer jun. und Leonhard Schmid jun. treue Mitglieder ehrten.

Die Gründung des Verein im Jahre 1918 geht übrigens auf die Initiative von Bergleuten aus Maxlried zurück, die den Verein ins Leben gerufen hatten.

Johannes Thoma

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