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Die Sperrung zum Unteren Graben in Weilheim sorgte für Ausfälle im Busverkehr.

Wegen Arbeiten an einer Wasserleitung fielen Busse aus

Busausfall ohne Ankündigung: Schwerkranke muss per Anhalter nach Hause fahren

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Wegen Arbeiten an einer Wasserleitung ist der Untere Graben vergangenen Montag gesperrt gewesen. Wie Leserin Natalie Johnson aus Maxlried mitteilte, sind deshalb die Busse in Richtung Oberhausen ausgefallen.

Weilheim – Das wäre noch zu verkraften gewesen, wenn nicht der Bus um 12.06 Uhr hätte fahren sollen, die Mitteilung aber „erst zwischen 12.10 und 12.15 Uhr“ im Bushäuschen angebracht wurde und sie den Zug nicht mehr rechtzeitig erreicht hatte.

Die Geschädigte leidet an Multipler Sklerose und ist „nicht sonderlich gut zu Fuß“, weshalb sie nicht pünktlich am Bahnhof ankam, erklärte sie weiter. Sie landete zunächst in Huglfing, wo „bereits alles zu war“.

Natalie Johnson aus Maxlried musste per Anhalter nach Hause fahren, weil der Bus nach Oberhausen ausfiel. 

Die 58-Jährige wusste sich nicht anders zu helfen und versuchte, per Anhalter nach Hause zu kommen, was ihr dann auch gelang. „Sonst hätte ich drei Kilometer zu Fuß gehen müssen“, sagte sie im Gespräch mit der Heimatzeitung. Johnson hat keine Möglichkeit, mit dem Auto zu fahren und ist auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.

Beim RVO konnte Natalie Johnson keine Auskunft gegeben werden

An den Regionalverkehr Oberbayern (RVO), der für die Buslinie zuständig ist, habe sie sich auch gewandt und wurde dreimal weiterverwiesen. „Niemand konnte mir eine Auskunft geben, warum das so spät bekannt gegeben wurde.“

Auf Nachfrage der Heimatzeitung beim RVO teilte ein Sprecher mit, sie selbst seien „über Fahrgäste und Fahrer“ informiert worden, dass die Haltestelle am Unteren Graben nicht angefahren werden konnte. Seitens der kommunalen Verkehrsbehörde sei keine Mitteilung eingegangen, hieß es weiter. „Es tut uns leid, aber da ist nichts zu uns durchgedrungen“, bedauerte der Sprecher.

Örtliche Verkehrsbehörde weist Schuld zurück

Gerhard Bäck, Leiter der örtlichen Verkehrsbehörde, weist die Schuld zurück: „Doch, wir haben den RVO informiert, auch telefonisch und zusätzlich per E-Mail“, teilte er auf Nachfrage mit. Der RVO sei – wie die Feuerwehr und die Polizei – Teil eines großen Verteilers, an den jede relevante Sperrung weitergeleitet werde. Zudem habe Johnson mit zwei Damen der Stadtverwaltung telefoniert, die sich „dahinter geklemmt und mich extra noch mal angerufen haben“, sagte die Geschädigte.

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