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Ein Stück Ortsgeschichte verschwindet: der Abriss des ehemaligen Firmengebäudes von „Tipecska“ im Seehausener Ortsteil Riedhausen im Jahre 2015. 

Insolventes Maschinenbau-Unternehmen in Obersöchering

Ist „Tipecska“ noch zu retten?

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Die Rettung des in die Insolvenz geschlitterten Maschinenbau-Unternehmens „Tipecska“ in Obersöchering ist in greifbare Nähe gerückt. Frank Elsner, Sprecher des Insolvenzverwalters Dr. Christian Gerloff, spricht von einer „Zuversicht“, dass man ein „gutes Ergebnis“ erzielen werde.

Obersöchering – Seinen Angaben zufolge laufen derzeit Gespräche mit einer Handvoll potenzieller Investoren, die ein „ernsthaftes Interesse“ daran hätten, das Geschäft fortzuführen. Namen nennt er allerdings nicht. Nur so viel: Die Gespräche befänden sich bereits im fortgeschrittenen Stadium. Er gehe davon aus, dass schon bald eine Lösung gefunden wird. „Das ist eher eine Frage von Wochen als von Monaten.“ Wie berichtet, hatte die „Tipecska Maschinenbau GmbH“ für viele überraschend Insolvenz anmelden müssen. Der Traditionsbetrieb, der auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblickt, hat eine enge Beziehung zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Er war jahrzehntelang im Seehausener Ortsteil Riedhausen beheimatet – und prägte dort die Ortsentwicklung mit.

Unklar ist, warum der Arbeitgeber von rund 60 Mitarbeitern in Schieflage geraten ist. Von offizieller Seite ist dazu nichts zu hören. In der Gerüchteküche mangelt es freilich nicht an Spekulationen. Die Entwicklung ist schon erstaunlich: Denn „Tipecska“ galt eigentlich als Musterbeispiel eines erfolgreichen Mittelständlers. Vor rund fünf Jahren siedelte der familiengeführte Feinmechanik- und Maschinenbau-Spezialist im Obersöcheringer Gewerbegebiet (neben „Floringo“) an, um expandieren zu können. Bezogen wurde dort ein neues Firmengebäude. Das alte Firmenareal in Riedhausen wurde verkauft, dort stehen mittlerweile Wohnhäuser.

Und wie könnte eine Rettung konkret aussehen? Laut Elsner sind zwei Varianten denkbar: Entweder erwirbt ein Investor die GmbH-Anteile und übernimmt damit die Firma. Oder er kauft alle Vermögenswerte wie etwa eine Produktionshalle, Maschinen oder Patentrechte und bringt diese zusammen mit den Mitarbeitern in eine neue Gesellschaft ein.

Die Kunden halten jedenfalls laut Elsner dem Maschinenbauer die Treue. Die Auftragslage sei gut, das Unternehmen voll ausgelastet.

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