Projekt kostet 5,2 Millionen Euro

Schulden fürs Großprojekt „Lebensmittelladen“

Obersöchering hat in diesem Jahr Großes vor: Der Bau des Lebensmittelladens mit altersgerechten Wohnungen soll insgesamt 5,2 Millionen Euro kosten, einen Großteil davon finanziert die Gemeinde heuer – nämlich 4,8 Millionen.

Obersöchering – Dafür verschuldet sich Obersöchering erstmals seit vielen Jahren wieder. Ein Kredit von 2,2 Millionen Euro ist geplant. Das Geld, ausschließlich für die geplanten Wohnungen, stammt aus einem speziellen Förderprogramm des Freistaates und hat eine Laufzeit von 30 Jahren – bei einem festen Zinssatz von 0,99 Prozent, so Josef Kinshofer, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft bei der Sitzung, bei der der Haushalt einstimmig verabschiedet wurde. Finanziert wird die Investition über die Mieten. Vom Freistaat gibt es einen Zuschuss für den Bau über 1,21 Millionen Euro. Trotz der Verschuldung bezeichnete der Kämmerer die Finanzausstattung der Gemeinde als „sehr gut“. Durch den Bau des Ladens mit Wohnungen schaffe die Gemeinde Vermögen. Zudem habe sie noch „stille Reserven“ wie Wald oder Baugrundstücke.

Im Mai bereits soll Baubeginn sein für das Projekt neben der alten Molkerei, die Ausschreibung läuft in den nächsten Tagen an, so Bürgermeister Reinald Huber.

Neben dem Großprojekt gibt die Gemeinde heuer Geld für die Kindertagesstätten aus, neben der üblichen Übernahme des Defizits, das 2016 bei 148 000 Euro lag, schafft sie eine zusätzliche 20-Stunden-Stelle. Zudem zahlt die Gemeinde 2017 rund 100 000 Euro an Kindertagsstätten in anderen Orten – für Kinder, die auswärts betreut werden. Die Hälfte davon übernimmt der Freistaat. „Die Betreuungs auswärts ist für viele Gemeinden im Landkreis ein Problem“, so Bürgermeister Huber. Er kündigte fürs kommende Jahr eine – maßvolle – Erhöhung der Kindergartengebühren an, die in Obersöchering noch immer zu den niedrigsten im Landkreis zählen. Der Bürgermeister klagte auch über die Höhe der Kreisumlage: „Die trifft uns hart.“

Konstant bleiben die Steuern, die Grundsteuer A und B bei 280 Punkten, die Gewerbesteuer bei 310. Sehr zufrieden zeigte sich Huber mit der Umrüstung der Lampen im Ortsbereich auf LED. Diese Investition werde sich in wenigen Jahren amortisiert haben.

Johannes Thoma

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